Frist läuft aus – Mehrzahl der Versicherten hat bereits getauscht

Nur wenige scheuen die Gesundheitskarte

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Hersfeld-Rotenburg. Die neue elektronische Gesundheitskarte wird von den gesetzlich Versicherten im Kreis Hersfeld-Rotenburg akzeptiert. Nur noch Einzelne haben ihre bisherige noch nicht gegen die neue Karte getauscht. Zum Jahresende werden die alten Karten ungültig.

Die Krankenkassen waren vom Gesetzgeber zur Ausgabe der neuen Karten verpflichtet worden. Datenschützer und Ärzteverbände hatten die neue Karte abgelehnt, weil sie befürchteten, dass sensible Daten über den Chip missbraucht werden könnten.

Bei der DAK sind nur noch 185 von 19 000 Versicherten im Kreis nicht mit der neuen Karte ausgestattet. „Für die meisten Versicherten gehört die elektronische Gesundheitskarte längst zum Alltag. Auch Arztpraxen und Krankenhäuser haben sich problemlos auf die Karte eingestellt“, sagt Harald Schmidt, der Leiter des Bad Hersfelder DAK-Servicezentrums.

Er warnt, dass Versicherte ohne neue Karte im nächsten Jahr Probleme bekommen könnten, da der Versicherungsschutz umständlich nachgewiesen werden müsse.

Rund 10 600 Versicherte hat die Techniker Krankenkasse (TKK) im Kreis. Nach einer Hochrechnung haben etwa 700 Versicherte ihre Karten noch nicht getauscht. Sie sollen laut TKK-Pressesprecherin Julia Abb noch einmal in einem Schreiben an den Umtausch erinnert werden. Außerdem gebe es noch eine weitere Übergangsregelung bis Ende September 2014 zwischen den Spitzenverbänden der Gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, nach der Ärzte im Einzelfall auch die alte Karte akzeptieren könnten. Die Entscheidung liege aber bei den Medizinern.

Vor dieser Option warnen allerdings Sprecher der Kassen mit dem Hinweis, dass die meisten Arztpraxen dann keine Lesemöglichkeiten für die alten Karten hätten.

Hintergrund, Zum Tage, Seite 2

Von Silke Schäfer-Marg

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