Regenwetter trübt fröhliches Weinfest im Kurpark – Veranstalter dennoch zufrieden

Ein wenig Wasser im Wein

Richtig viel los: Am Samstagabend kamen viele Weinliebhaber trotz des eher mäßigen Wetters auf den Festplatz.

Bad Hersfeld. Manchmal gießt einem das Leben schon mal Wasser in den Wein. Es muss aber ja nicht gleich wolkenbruchartig sein. Doch trotz der düsteren Wolken, die am Wochenende immer wieder den Himmel verdunkelten, und der heftigen Regengüsse, haben die Veranstalter eine positive Bilanz des Weinfestes gezogen.

„Am regnerischen Freitag waren rund 1000 Besucher hier, am Sonnabend waren es bestimmt 3000“, sagt Organisator Philipp Kaufmann vom Stadtmarketing-Verein. Auch am Sonntag, dem Kindertag, waren viele Eltern mit ihren Jüngsten gekommen, die auf Hüpfburgen und Trockenrodelbahn unterwegs waren.

Auch das neue Lärmschutz-Konzept sei aufgegangen, sagt Philipp Kaufmann: „Wir haben gemacht, was möglich war, am Freitag und Samstag gab es keine Beschwerden bei der Polizei.“ Dabei war vor allem Samstagabend ordentlich was los auf dem Platz.

Die Partyband „Vollgas“ sorgte für gute Stimmung auf dem Festplatz. Neben swingenden Stücken zum Discofox-Tanzen, spielten sie auch Karnevalsklassiker wie das „Flieger-Lied“, wobei vor allem die Kinder kräftig mittanzten.

Doch „Vollgas“ war nicht das einzige musikalische Event an diesem Abend. Ein besonderes Highlight bot der Dudelsackspieler Knut Clauß aus Eiterfeld. Mit traditioneller Kleidung in grün, seinem roten Bart und einer konzentrierten Miene beim Spielen begeisterte er die Massen. Die abwechslungsreiche Musik kam gut an bei den Zuhörern.

So betonte der begeisterte Weinfestgänger Gerhard Bock aus Rotensee, er sei froh, sich doch fürs Herkommen entschieden zu haben, da er eigentlich wegen des schlechten Wetters zu Hause bleiben wollte. Aber auch Auswärtige hatten Spaß auf dem Weinfest: zum Beispiel Konni und Frank Gerlach aus Cottbus, die mit ihrer fetzigen Tanzeinlage viele Blicke auf sich zogen.

Einigermaßen zufrieden mit den Umsätzen zeigten sich auch die Winzer. „Die Musik war spitze“, sagte Monika Jung vom gleichnamigen Weingut im fränkischen Obereisenheim. Wenn stimmungsvolle Musik gespielt werde, dann wollen die Leute auch feiern – und Wein trinken. „Am Samstag war der Umsatz gut, aber der Freitag fehlt uns schon“, sagte Klaus Jung. „Wir fahren deshalb nicht ganz glücklich nach Hause.“

Der Renner bei Winzer Uwe Spies aus Dittelsheim in Rheinhessen war „Hugo“ – Prosecco mit Holundersirup: ein erfrischend-spritziger Genuss. „Am Samstag waren die Leute richtig in Lauerstellung und wollten aufs Weinfest“, hat Spies beobachtet. Als sich dann auch die Sonne zeigte, war „Hugo“ der Star. Die Bilanz des Winzers vom Weinfest: „Fast so gut wie im Vorjahr“.

Von Laura Eichenauer und Kai A. Struthoff

Kommentare