Lärmschutz-Aktionsplan zum Schienenverkehr: Ein Buch mit sieben Siegeln – Erfolg für Bebra

Wenig Hoffnung auf ruhigere Zeiten

Zugtreff im Bad Hersfelder Bahnhof: Cantus und ICE sind schon deutlich leiser, aber das Rattern von zehntausenden von Güterzügen kostet die Menschen entlang der Friedloser Straße, die Friedloser und Mecklarer weiter Nerven. Foto: Hornickel/Archiv

Hersfeld-Rotenburg. Die Anwohner der Friedloser Straße in Bad Hersfeld sowie der höher gelegenen Bereiche Am Steffen, Im Beckersgraben oder Am Wendeberg können sich die Hoffnung auf mehr Lärmschutz durch Wände ebenso abschminken wie die Menschen in Friedlos oder Mecklar.

Das lässt sich aus dem Planungsstand für den Lärmaktionsplan Hessen für die Bahnverbindung durchs enge Fuldatal absehen.

Der Wunsch einer Bürgerinitiative vom Steffen, die den Aufbau von Schallschutzwänden entlang der Bahnstrecke am nördlichen Ende von Bad Hersfeld einfordert, wird keinen Erfolg haben.

Davon geht Stadtplaner Johannes van Horrick aus. Der Schall breite sich ungebremst am Hang aus. Im Bad Hersfelder Rathaus liegt ein Schreiben der Bahn vor, in dem nicht konkret darauf eingegangen wird, was sich wirklich verbessern wird. Anregungen gibt die Stadt nur ans Regierungspräsidium weiter. In Bebra hat die Bahn 2,8 Kilometer Lärmschutzwände bei Weiterode und am Göttinger Bogen versprochen. Als Vorbild gilt dabei Burghaun. Das freut Ersten Stadtrat Albert Fernau.

Ganz und gar ergebnislos verlief ein Treffen in Ludwigsau mit Bahningenieuren. Das veranlasst Bürgermeister Thomas Baumann nun zu einer schriftlichen Anfrage.

Der Teilplan Schienenverkehr des Aktionsplans ist nach der ersten Öffentlichkeitsbeteiligung als abgestimmter Entwurf fertig gestellt und wurde in einer zweiten Runde öffentlich mit der Chance zur Abgabe einer Stellungnahme vorgestellt. Nach Auswertung dieser Stellungnahmen tritt der Teilplan Schienenverkehr in Kraft.

Nach Abschluss der Lärmminderungsplanung in der ersten Stufe wird bis zum Jahr 2013 der Lärmaktionsplan um die Hauptverkehrsstraßen über drei Millionen Fahrzeugbewegungen im Jahr, und die Haupteisenbahnstrecken ab 30 000 Zügen erweitert. (kh)

Kommentare