José Pinto über die Lage bei K+S

Wende braucht Zeit

Der Düngemittel- und Salz-Konzern K+S hat das Krisenjahr wesentlich besser gemeistert als von den meisten Analysten erwartet und stellt sich auf wirtschaftlich deutlich bessere Zeiten ein. Wenn es keine neuen konjunkturellen Verwerfungen gibt, sollte auf den Weltmärkten für Kali, Magnesium und Stickstoff schon bald wieder Normalität bei auskömmlichen Preisen einkehren. Denn die astronomischen Vorkrisenkurse für die begehrten Stoffe haben viele Landwirte derart verärgert, dass sie die Düngung für ein Jahr ausgesetzt haben. Diese Botschaft sollten K+S und dessen Mitbewerber für die Zukunft beherzigen.

Mehr Sorgen als die Kali-Konjunktur bereitet K+S die ungelöste Salzwasserentsorgung. Die Einleitung in die Werra und die Versenkung in poröse Gesteinsschichten sind Auslaufmodelle. Das wissen die Verantwortlichen. Aber das Unternehmen braucht Planungssicherheit und Zeit, die jetzige Entsorgungspraxis schrittweise umzustellen. redaktion@hersfelder-zeitung.de

Kommentare