Abschluss der Gesprächsreihe „ungeschminkt“ am Sonntag auch mit Festspiel-Bilanz 2012

Weltoffen und das ganze Jahr präsent

Lea Isabel Schaaf

Bad Hersfeld. Die neue Gesprächsreihe der Bad Hersfelder Festspiele und der Hersfelder Zeitung als Medienpartner findet für diese Saison am Sonntag ihren Abschluss. Ab 11.30 Uhr wird im Lounge-Zelt neben der Stiftsruine wieder „ungeschminkt“ miteinander diskutiert. Intendant Holk Freytag und HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm haben sich für die knappe Stunde gleich drei interessante Themen vorgenommen.

Vom Reiz des Fremden

Zunächst ist ein erstes Resumee der Spielzeit 2012 zu erwarten. Dann heißt das Stichwort „Vom Reiz des Fremden – Neugier statt Argwohn, wie tolerant sind wir wirklich?“ Dazu sind als Gäste eingeladen der „Pfarrer von Rheinhausen“ Dieter Kelp, Lea Isabel Schaaf (Chava in Anatevka), Patrizia Margagliotta (Rachel in Anatevka, Zwergin im Zauberberg) und Manfred Stella (Kent im Lear, Käpt‘n auf der Titanic, Berengar in Der Name der Rose). Allen stellt sich die Frage: Wie weltoffen sind wir, und tragen die Festspiele, trägt die Kultur dazu bei, im Zweifel auch die Streitkultur? Für diese gab Pfarrer Kelp 1987 in Rheinhausen ein Beispiel. Bei einem legendären Gottesdienst auf dem Gelände des Krupp-Hüttenwerks rief er angesichts der Streichung von über 5 000 Stellen aus „Dies ist ein Unrecht, das zum Himmel schreit. Und genau dies werden wir jetzt tun – was dann 20 000 Menschen auch taten.

Wie die Bad Hersfelder Designerin Heike Volkert und der Museumspädagoge Eckart Büxel im Auftrag der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine e.V. herangehen wollen und sollen an ein Konzept, das der ganzjährigen Präsentation der Bad Hersfelder Festspiele im Stiftsbezirk dienen soll, das wird zusätzlich auch mit dem Vorsitzenden der Ruinenfreunde, Helgo Hahn, besprochen.

Die illustre Runde ist wiederum bei freiem Eintritt zu erleben. Das Gespräch wird kompakt, möglichst humorvoll und unverkrampft geführt und gerne auch unter Beteiligung des Publikums. (map)

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