Ernte 2010: Wetter entscheidend für die Qualität des Getreides

Weizen und Landwirte stehen zurzeit im Regen

Hersfeld-Rotenburg. Die starken Regenfälle der vergangenen Tage behindern die Getreideernte im Kreisgebiet. Mit dem Einbringen des Winternweizens entscheidet sich, ob es ein gutes Jahr wird für die Landwirte in ganz Hessen. Darauf verwies gestern der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Friedhelm Schneider, bei einer Pressekonferenz zur Ernte 2010 in Hohenroda.

Das Wetter war von der Aussaat bis zur Ernte nicht optimal für die Landwirte, dennoch sind Friedhelm Schneider und seine Kollegen in Hessen nicht unzufrieden. Zwar gab es wegen des nassen und kühlen Frühjahrs und der folgenden Trockenperiode mit brüllender Hitze Einbußen bei der Menge des Getreides und der Ackerfrüchte. Dennoch lassen die gute Weltmarktlage und die anspringende Konjunktur die heimischen Landwirte auf die Rückkehr in die Gewinnzone hoffen.

Hoffen auf trockene Tage

Gemeinsam mit Kreislandwirt Horst Taube aus Blankenheim und dem Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Friedhelm Diegel aus Erdpenhausen verwies Schneider auf die Bedeutung des so genannten Weichweizens, der mit gut 166 000 Hektar Anbaufläche in Hessen den größten Anteil des Getreideanbaus ausmacht.

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Der Weltmarkt lockt

„Was wir jetzt brauchen, sind drei trockene und warme Tage, dann kann es am Samstag wieder losgehen“, sagte auch Landwirt Alexander Buhles aus Ausbach, der allein noch 62 Fußballfelder mit Winterweizen am Halm stehen hat. Er und seine Kollegen im Raum Hersfeld-Rotenburg hoffen noch auf fünf trockene Tage, um den Weizen in guter Qualität nach Hause holen zu können.

Nahezu alle Vorstandsmitglieder des Verbandes waren zum Erntegespräch gekommen, schließlich hatten die Getreidebauern nach den ergiebigen Niederschlägen vom Sonntag sozusagen Schlechtwetter.

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Von Kurt Hornickel

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