Vertreterversammlung der VR-Bank Hersfeld-Rotenburg – Eigenkapital erhöht

„Weiterhin auf solidem Kurs“

Gute Nachrichten verkündeten die Vorstandmitglieder der VR-Bank Hersfeld-Rotenburg bei der Vertreterversammlung, von links Reinhold Martin Biel, der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Vorstand Roland Tries, Aufsichtsratsmitglied Gerhard Fröhlich und Vorstand Thomas Balk. Foto: nh

bad hersfeld. Mit der Vertreterversammlung beendete die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg im Hotel am Kurpark ein weiteres, nach eigenen Angaben hervorragendes Geschäftsjahr. Die konsequent auf Beständigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik bescherte der VR-Bank im fünften Jahr nach Ausbruch der Finanzkrise eines der besten Ergebnisse in der Unternehmensgeschichte. Auf der Vertreterversammlung spiegelte sich dieses vorzeigefähige Ergebnis in den durchweg einstimmigen Voten der Vertreterinnen und Vertreter zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Entlastung des Aufsichtsrates und Vorstandes wider. Ebenso einstimmig fiel die Wiederwahl der drei turnusmäßig ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder Gerhard Fröhlich, Heinz Müller und Karl-Heinz Richardt aus, die für drei weitere Jahre im Amt bestätigt wurden.

Kredite rekordverdächtig

Rekordverdächtig sei, so betonte Vorstandsmitglied Roland Tries, das Volumen der neu vergebenen Kredite, das mit 70 Millionen Euro an 970 Kunden an das historisch hohe Niveau des Jahres 2011 anknüpfen konnte. Das gesamte Kundenkreditvolumen der Bank beträgt nach einer Steigerung um fünf Prozent nunmehr rund 355 Millionen Euro.

Wie viele Kredite eine Bank an Kunden ausgeben darf, hängt von der Höhe des Eigenkapitals ab. „Durch das gute Jahresergebnis 2012 können wir unser bilanzielles Eigenkapital und den Fonds für allgemeine Bankrisiken insgesamt um drei Millionen Euro auf über 66 Millionen Euro erhöhen.“ Neben der Rücklagendotierung beschloss die Vertreterversammlung einstimmig eine Dividende von 6,4 Prozent, die als Gewinnbeteiligung an die genossenschaftlichen Bankteilhaber ausgezahlt wird. Bei den Kundeneinlagen der Bank habe sich die Struktur in den letzten fünf Jahren deutlich verändert. „Waren früher die Kundeneinlagen im Wesentlichen auf Sparkonten und Sparbriefen angelegt, bevorzugen unsere Kunden seit Jahren verstärkt kurzfristig verfügbare Anlagen, insbesondere auf unseren VR-Flex-Tagesgeldkonten“, so Vorstandsmitglied Roland Tries. Insgesamt betreut die VR-Bank 741 Millionen Euro an Kundengeld.

Stolz ist der Vorstand auch auf seine 177 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 25 Auszubildende. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt bei 16 Jahren und 60 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten seit über zehn Jahren bei der Bank. Die Rekord-Ausbildungsquote wird in diesem Jahr auf 19 Prozent steigen, denn im kommenden August werden dann insgesamt 29 Auszubildende beschäftigt. Alle Auszubildenden wurden in ein Angestelltenverhältnis übernommen. Mehr als drei Millionen Euro zahlte die VR-Bank an die Gemeinden, Länder und Bund an Steuern.

Der im Genossenschaftsgesetz festgeschriebene Förderauftrag wurde unter anderem mit dem an heimische Betriebe vergebenen Auftragsvolumen in Höhe von 700 000 Euro erfüllt. Ebenso freuten sich im vergangenen Geschäftsjahr fast 200 Vereine über die finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt 105 400 Euro. (red)

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