„Bufdi“ Tobias Lang berichtet von seinem Einsatz

Für das weitere Leben lernen

Tobias Lang ist als „Bufdi“ in der „Seniorenwohnanlage an der Geis“ angestellt und wird im betreuten Wohnen eingesetzt. Foto: nh

Bad Hersfeld. Tobias Lang aus Bad Hersfeld ist seit einem halben Jahr als „Bufdi“ im Einsatz. Seit dem 1. August 2010 hilft er in der „Seniorenwohnanlage an der Geis“ mit 66 Bewohnern mit. Der 20-Jährige wollte die Gelegenheit nutzen, das Arbeitsleben kennenzulernen und die Zeit bis zum Studium überbrücken. Über seine Aufgaben und Erfahrungen nach der Hälfte seines Einsatzes im betreuten Wohnen berichtet Lang:

DVD-Schauen und Singkreis

„Mein Einsatz ist sehr variabel und verteilt sich auf viele verschiedene Aufgabenbereiche. Es gibt Tages-, Wochen- und Monatspläne, in denen meine Aufgaben klar niedergeschrieben sind. Zu meinen Tätigkeiten gehören neben Fahrten für die Bewohner, Botengängen und hausmeisterlichen Arbeiten auch die Planung, der Aufbau und die Durchführung von Veranstaltungen, wie etwa dem gemeinsamen DVD-Schauen, dem einmal monatlich stattfindenden Kaffeenachmittag oder auch wöchentlichen Aktionen wie der Gymnastikrunde oder dem Singkreis.

Sonst bin ich im Büro, nehme Anrufe entgegen und bin Ansprechpartner für die Bewohner. Dort kann ich dann bei Problemen flexibel helfen und bin auch in der Lage, mit den Bewohnern in Kontakt zu treten. Zusätzlich zu meiner Tätigkeit als Betreuer kommen mehrere Seminarwochen, die ich mit vielen anderen Bundesfreiwilligen bestreite. Die Seminarwochen sind nach Themen gegliedert und finden unterschiedlichen Bildungsstätten statt. Auch der Austausch über meine Tätigkeit mit den anderen BFDlern hilft mir weiter.

Die Bezahlung ist im Vergleich mit anderen Bundesfreiwilligendiensten verhältnismäßig gut, da ich neben meinem festen Taschengeld noch Kleider-, Essens-, Wohn- und Fahrgeld bekomme.

Der Einsatz als Bufdi, besonders im betreuten Wohnen, ist jedem zu empfehlen. Es ist interessant, Menschen aus einer anderen Generation kennenzulernen. Zudem ist meine Arbeit keine klassische Pflegertätigkeit, wie man sie zum Beispiel in einem Altenheim erwarten würde. Man lernt viel über den Umgang mit den Senioren, was einem im Leben sicherlich nicht hinderlich sein wird. Ich habe die Zeit bisher sehr genossen und denke schon mit Wehmut an das Ende meines Bundesfreiwilligendienstes.“

Vermisst werden wird Tobias Lang sicher auch von Betreuungsfachkraft Gerda Zipf. „Wir sind sehr zufrieden mit unserem Bufdi, auch unsere Bewohner lieben ihn, er ist eine echte Bereicherung für unser Haus“, lobt Zipf den Einsatz des Freiwilligen. (red/nm)

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