Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Hersfeld schließt Ende September

Weite Wege für Patienten

Bad Hersfeld. Die Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Robert-Heil-Straße in Bad Hersfeld wird nach 20 Jahren zum 30. September endgültig geschlossen. Hintergrund ist die geplante Umstrukturierung der psychiatrischen Betreuung junger Menschen. Wie berichtet soll stattdessen im St. Elisabeth Krankenhaus eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Trägerschaft des Herz-Jesu-Krankenhauses in Fulda eingerichtet werden.

Bis es soweit ist müssen die jungen Patienten allerdings weite Wege zur Behandlung auf sich nehmen. Der bisherige Betreiber Vitos verweist dazu auf seine Ambulanzen in Alsfeld oder Marburg und auf die Ambulanz des Herz-Jesu-Krankenhauses in Fulda.

Nach Auskunft der Leitenden Ärztin Claudia Libertus sind in diesem Quartal noch knapp 200 junge Menschen in ambulanter Betreuung. „Wir haben uns bemüht, möglichst viele Behandlungen umzuverlagern“, sagt Libertus. Sie bedauere die zusätzliche Belastung für die jungen Patienten. „Wir hätten uns einen reibungsloseren Übergang gewünscht“. Libertus selbst hat keine Informationen darüber, wann die Tagesklinik im St. Elisabeth-Krankenhaus eröffnet werden soll.

Auch im Herz-Jesu-Krankenhaus war gestern auf Anfrage unserer Zeitung noch kein Termin zu erfahren.

In der Bad Hersfelder Vitos-Ambulanz waren bislang insgesamt 19 Mitarbeiter beschäftigt, die nun in den Einrichtungen in Alsfeld und Marburg weiterbeschäftigt werden. Was mit den bisherigen Räumlichkeiten in der Robert-Heil-Straße passiert, ist nach Auskunft von Claudia Libertus noch offen.

In der geplanten Tagesklinik im St. Elisabeth-Krankenhaus sollen 16 Betreuungsplätze und eine Institutsambulanz eingerichtet werden. (kai) Kontakt: Alsfeld: 06631-911999, Marburg: 06421-404404

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