Stadtmarketingverein stellt Veranstaltungsprogramm 2010 vor – Bericht von der ITB

Weinfest erst im Juli

Philipp Kaufmann (links), Geschäftsführer des Vereins Stadtmarketing Bad Hersfeld, stellte in der City Galerie das Veranstaltungsprogramm 2010 und weitere Aktivitäten für die Einkaufsstadt Bad Hersfeld vor. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Was der im vergangenen Jahr neu formierte Verein Stadtmarketing Bad Hersfeld an Ideen und Plänen entwickelt hat, das wird in diesem Jahr zum Großteil schon umgesetzt. Geschäftsführer Philipp Kaufmann stellte den Mitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit jetzt das Veranstaltungsprogramm 2010 und weitere Aktivitäten vor, mit denen der Verein die Einkaufsstadt Bad Hersfeld noch attraktiver machen möchte.

Auf dem Kalender steht natürlich nach wie vor Unverzichtbares und Bewährtes wie der Live Jazz (4. bis 6. Juni), der Kindertag (4. September), die verkaufsoffenen Nightshopping-Abende (27. März, 2. Juli und 26. November) und andere liebgewonnene Veranstaltungen.

Weinfest jetzt im Juli

Aus dem Termingedrängel im Juni befreit wurde das Weinfest auf dem Theodor-Heuss-Platz, das in diesem Jahr vom 9. bis 11. Juli stattfindet. Kein Problem für die beteiligten Winzer, denn die haben laut Philipp Kaufmann schon allesamt für den neuen Termin zugesagt.

Verlängerung gibt es nicht nur bei der Fußball-Weltmeisterschaft, die die Hersfelder auf Initiative des Vereins beim Public Viewing im Babcock-Gelände verfolgen können (11. Juni bis 11. Juli), sondern auch für den Weihnachtsmarkt, der diesmal bis zum 30. Dezember dauert.

Davon versprechen sich Kaufmann & Co. nicht nur einen Treffpunkt während der Feiertage und „zwischen den Jahren“, sondern planen mit den Verkaufsbuden auch für eine große Silvesterparty auf dem Linggplatz.

Partystimmung wird es auch beim 4. Deutschen Behindertentag am 26. Juni geben, wenn die Rodgau Monotones („Erbarmen, die Hessen kommen“) auf dem Linggplatz auftreten.

Eine neue Idee ist das Projekt „Meine Stadt“ (28. August) mit dem Gedanken, die Hersfelder zu Touristen im heimischen und vielleicht doch gar nicht so bekannten Umfeld zu machen. Wie wäre es mit einer Hotelübernachtung in – Bad Hersfeld?

Eine Erfolgsgeschichte für sich ist der Hersfeld-Gutschein, den es mittlerweile auch in Werten von fünf und 50 Euro gibt. Knapp eine halbe Million Euro sind die derzeit im Umlauf befindlichen Gutscheine wert. Geld, das bereits eingenommen ist und auf jeden Fall in der Stadt umgesetzt wird. Philipp Kaufmann wies darauf hin, dass dieses Marketinginstrument ausschließlich den Vereinsmitgliedern zur Verfügung steht.

Aktuell 208 Mitglieder zählt der Verein, doch es sollen noch mehr werden, um noch schlagkräftiger zu werden. Dabei liegt das Augenmerk des Vorstands nicht nur auf den A-Lagen in der Innenstadt, sondern auch auf den Randbereichen. Um auch Geschäftslagen in sogenannter B- und C-Lage besser anzubinden, stellte Kaufmann ein Leitsystem vor, das sowohl durch physische Wegweiser wie auch Online funktioniert. Vorgespräche mit der Stadtverwaltung seinen bereits positiv verlaufen, sagte Kaufmann und fügte hinzu: „Auch dafür lohnt sich der Jahresbeitrag von 150 Euro.“

Doch nicht nur die Einkaufsstadt liegt dem Verein am Herzen, sondern auch Bad Hersfeld als Urlaubsziel. Touristik-Fachmann Jürgen Schierz, früherer Geschäftsführer des Reisebüros H. Krug, warb in der vergangenen Woche auf der Fachmesse ITB in Berlin für Stadt und Festspiele. Obwohl nur mit einem kleinen Stand in der Halle der Hessen vertreten, konnte Schierz von etlichen Kontakten mit Reiseveranstaltern und großem Interesse für das Infomaterial der Festspielstadt berichten.

Stadtverordnetenvorsteher Dr. Rolf Göbel, der Bad Hersfeld in das europaweite Tourismuskonzept der „Via Regia – Stadt der Kaiser und Könige“ eingebunden sehen möchte, nutzte die Gelegenheit, die Vereinsmitglieder mit seiner Initiative bekannt zu machen.

Kontakt: info@stadtmarketing-hersfeld.de

Von Karl Schönholtz

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