Aussetzen der Wehrpflicht hat keine Engpässe zur Folge

Wehren und Helfer ohne Personalsorgen

Fritz Freund

Hersfeld-Rotenburg. Die Feuerwehren im Kreis Hersfeld haben offenbar ein Problem weniger als ihre Kollegen an vielen anderen Orten: Die Aussetzung der Wehrpflicht und der damit verbundene Wegfall des Vier-Jahres-Dienstes als Ersatz haben keine Auswirkungen auf die personelle Situation der Wehren.

Das sagt jedenfalls Jürgen Weingarten. Der Kreisbrandinspektor untermauert seine klare Aussage mit ebenso klaren Zahlen: „Von 3500 Feuerwehrleuten im Kreisgebiet waren etwa 20 gleichzeitig im Dienst, die diesen vierjährigen Ersatzdienst absolviert haben.“ Der Kreisbrandinspektor setzt noch einen drauf: „Die waren alle sowieso schon vorher bei der Feuerwehr. Da ist keiner zu uns gekommen, nur um dem Wehrdienst zu entgehen, und hat sich dann wieder verabschiedet.“

Auch Fritz Freund, Leiter der Ortsgruppe Rotenburg des Technischen Hilfswerks (THW), sieht dem Wegfall des – bei den Katastrophenschützern siebenjährigen – Diensts gelassen entgegen. Vier von derzeit 38 Mitgliedern der Ortsgruppe leisten den Ersatzdienst, sagt Freund. Fallen die weg, pocht er auf die 20-köpfige Jugendgruppe. „Erfahrungsgemäß bleiben vier Fünftel der Jugendlichen uns auch als Erwachsene treu“, sagt Fritz Freund.

Er verweist darauf, dass Rotenburg eine von zwei hessischen Fachgruppen für Trinkwasseraufbereitung beherbergt. Diese operierten weltweit – „und damit winkt den Rotenburger Katastrophenschützern auch einmal ein Einsatz im Ausland. Das macht den Dienst bei uns einfach attraktiv.“ HINTERGRUND

Von Rainer Henkel

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