Verkauf des Windparks beschäftigt die Medien – Aufsichtsrat wusste von Konflikten

Wehneberg wirbelt in Stuttgart

Bad Hersfeld. Der Verkauf des umstrittenen Windparks auf dem Bad Hersfelder Wehneberg an die Stuttgarter Stadtwerke schlägt jetzt auch in Stuttgart Wellen.

Unter der Überschrift „Gegenwind für die Stadtwerke“ berichten die Stuttgarter Nachrichten über das 28-Millionen-Euro-Geschäft.

Die Bürgerinitiative (BI) „Rettet den Stadtwald“ hatte die Bedenken gegen den Verkauf und die Eignung des Standorts auch dort öffentlich gemacht. „Darf eine Großstadt den Energiebedarf an "ökologischem Strom" auf Kosten weit entfernter Gemeinden und der dort lebenden Menschen befriedigen?“, wird BI-Sprecher Markus Gressmann zitiert. Er spricht von einem „unethischen Investment“. Dass Stuttgart „unter grüner Führung“ so agiere, verwundere ihn. Dem Aufsichtsrat der Stadtwerke sei der Widerstand gegen das Projekt „zumindest in groben Zügen“ bekannt gewesen, berichtet die Zeitung und zitiert die Stadträte Michael Kienzle (Grüne) und Matthias Oechsner (FDP). Es sei aber erläutert worden, dass nicht mit gravierenden Behinderungen zu rechnen sei.

„Uns lag auch ein sehr umfangreiches Dokument zu den umwelt- und energierechtlichen Schwierigkeiten vor“, sagte Oechsner den Stuttgarter Nachrichten. Ähnliche Diskussionen um geplante Windparks gibt es auch in der Region rund um Stuttgart.

Die Stuttgarter Stadtwerke haben inzwischen Kontakt zur Bürgerinitiative „Rettet den Stadtwald“ aufgenommen. „Wir haben ein Gespräch vereinbart“, erklärte der Sprecher der Stadtwerke Michael Isenberg. Man wolle sich mit der Kritik auseinandersetzen. (kai)

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