Stadtmarketing-Verein stellt bei Jahreshauptversammlung Entwurf für neues Leitsystem vor

Wegweiser für die Zukunft

So könnte es aussehen: Die Fotomontage zeigt das Modell eines neuen Wegweisers, der künftig auf die Sehenswürdigkeiten in der Stadt hinweisen soll. Über den genauen Standort im Stiftsbezirk ist allerdings noch nicht entschieden. Fotomontage: André Nawrotzki/Domino Plus

Bad Hersfeld. Die Festspielstadt ist auf einem guten Weg. Dieses Resümee zog der Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, Hotelier Achim Kniese, bei der Jahreshauptversammlung und hob dabei vor allem die stark verbesserte Zusammenarbeit mit dem Rathaus und Bürgermeister Thomas Fehling hervor. Ein besonderes Lob sprach Kniese auch Kurdirektor Christian Mayer aus, der die Vermarktung der Stadt professionell vorantreibe. „So können wir weitermachen“, sagte Kniese.

Damit auch die zahlreichen Besucher Bad Hersfelds diesen guten Weg in der Stadt immer finden, präsentierte der Verein den Entwurf für ein neues Stadtleitsystem, das von dem Jenaer Diplom-Gestalter André Nawrotzki und seiner Agentur Domino Plus entwickelt wurde.

3,20 Meter hohe Stelen

Gut 3,20 Meter hoch sollen die Stelen sein, die Touristen künftig den Weg zu den Sehenwürdigkeiten, aber auch zu Geschäften, öffentlichen Toiletten oder dem Bahnhof weisen sollen. Rund 2500 Euro kostet jede einzelne dieser Hinweistafeln, die zunächst an 13 zentralen Orten in der Stadt aufgestellt werden sollen. Geplant sind zudem kleinere Stelen, die 400 bis 600 Euro pro Stück kosten sollen. Hinzu kommen die Kosten für die Tiefbauarbeiten, um die Schilder fest im Boden zu verankern. Zunächst soll das zentrale Gebiet zwischen Bahnhof, Schilde-Park und Kurpark beschildert werden.

Die Gestaltung der Hinweise spiegele das „Corporate Design“ Bad Hersfelds wider, erläuterte Nawrotzki. So finden sich dort die Stadtfarben blau, rot und gelb. Ergänzt werden die Hinweise mit kleinen Stadtplänen, die sowohl an den Stelen als auch in gedruckter Form bei der Touristinformation erhältlich sein sollen.

Gewerbetreibende sollen die Möglichkeit erhalten, gegen eine Gebühr auf den Hinweisschildern für ihre Geschäfte oder Gaststätten zu werben. „In Bad Hersfeld lassen sich die meisten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen“, erklärte André Nawrotzki das Ergebnis seiner ersten Standortanalyse. In dieser Fußläufigkeit erkennt der Fachmann Vorteile auch für die Geschäftswelt, die von der „Laufkundschaft“ profitiere.

Positive Resonanz

Derzeit gebe es bereits erste Vorüberlegungen für mögliche Standorte der Hinweisschilder. Weitere Vorschläge nimmt der Stadtmarketingverein aber immer noch gern auf. Ohnehin könne das Hinweissystem je nach den finanziellen Möglichkeiten beliebig erweitert werden. Deshalb hofft man auf möglichst viele Interessenten aus der Geschäftswelt, die das Projekt unterstützen.

Die knapp 80 Zuhörer der Präsentation reagierten positiv auf die Vorstellung des Projekts, Nachfragen signalisierten reges Interesse. Wenn die endgültige Entscheidung für das Stadtleitsystem fällt, dann könnten nach Auskunft von André Nawrotzki in etwa drei Monaten die Hinweisschilder stehen. Der Weg in die Zukunft könnte also schon sehr zügig beschildert werden.

Von Kai A. Struthoff

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