Landrat lehnt Verlagerung des Straßenbauamtes ab

Amt weg, Experten auch

Hersfeld-Rotenburg. Eine weitere Schwächung des ländlichen Raumes sieht Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt in einer Verlagerung des Eschweger Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) nach Kassel. Weil Stellen in der Straßenbauverwaltung eingespart werden sollen, ist die Zukunft des ASV-Standortes Eschwege derzeit offen. Dr. Schmidt kündigte in einer Pressemitteilung an, dass der Landkreis für den Fall einer Verlagerung des ASV prüfen werde, ob die bestehenden Verträge aufrecht erhalten werden und das ASV weiterhin mit der Betreuung der Straßen im Kreis Hersfeld-Rotenburg beauftragt werde.

Aufgabe des Amtes sei es, die Mobilität in der Region Hersfeld-Rotenburg zu sichern und das gesamte Straßennetz von 674 Kilometern „in einem dem regelmäßigen Verkehrsbedürfnis genügenden Zustand zu bauen, zu unterhalten, zu erweitern oder zu verbessern“. In diesem Aufgabenkatalog eingeschlossen sei auch die technische Betreuung der Kreisstraßen von knapp 240 Kilometer. Bei einer Verlagerung seien die Experten weiter weg, die Anfahrtswege würden länger, die Betreuungsqualität nehme ab. Das sei die Konsequenz, wenn Ämter vor Ort abgezogen und in Ballungsregionen konzentriert würden, erklärte der Landrat. (sis)

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