Wedel-Effekte, Vitalis-Gerüchte und cleveres Parken

Kai A. Struthoff

Der Wedel-Effekt wirkt! Bei der gestrigen Pressekonferenz war das Medieninteresse jedenfalls wieder groß. Das ist gut für unsere Festspiele und sollte alle, die wie die Hersfelder Grünen meinen, es herrsche auf breiter Front Ernüchterung, eines Besseren belehren. Es wird wieder berichtet über die Festspiele – und zwar positiv. Diesen Wedel-Effekt sollten wir jetzt nicht wieder zerreden.

Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass den Festspiel-Traditionalisten der Spielplan vermutlich zu „komödienlastig“ und zu wenig „ernsthaft“ ist. Aber Kritiken werden im Theater nun mal erst nach der Premiere geschrieben. Das sollte auch für Dieter Wedel und sein Programm gelten.

Hinter sehr fest verschlossenen Türen laufen derzeit die Fusions-Verhandlungen zwischen dem Klinikum, dem HKZ und dem Kreiskrankenhaus Rotenburg. Es dringt nur wenig an die Öffentlichkeit, und Landrat Schmidt als Aufsichtratschef des Klinikums schreibt Diskretion ohnehin besonders groß. Wir hören aber aus stets gut unterrichteten Kreisen nur, dass es in der kommenden Woche „positive“ Nachrichten geben soll. Lassen wir uns überraschen!

Verhandelt hat das HKZ in dieser Woche übrigens auch mit der Vitalisklinik. Schnell machten wieder Gerüchte über einen möglichen Verkauf der gebeutelten Reha-Klinik am Kurpark die Runde. Doch dem Vernehmen nach besteht kein Grund zur Sorge. Es wurde überhaupt nicht über einen Verkauf der Klinik gesprochen.

Vielmehr bietet das HKZ der Vitalisklinik an, Dienstleistungen wie Küche, Reinigung oder Einkauf zu übernehmen. Bürgermeister Fehling, der grundsätzlich immer dagegen war, dass die Stadt eine Klinik besitzt, wird mit den Worten zitiert: „Die Vitalisklinik tut der Stadt derzeit nicht weh“. Das klingt gut und gibt den engagierten Mitarbeitern sicher ein Stück Zuversicht.

Wer hätte das gedacht: Das Parkleitsystem auf dem Marktplatz, das jahrelang eher ein Leid-System für frustrierte Autofahrer war, findet jetzt sogar internationale Beachtung.

Kürzlich war eine Delegation aus Brüssel hier, um sich das neue Verfahren anzusehen, das möglicherweise schon bald zum Einsatz kommen soll. „Schlauer Parken“ heißt das System der Firma Cleverciti, das kürzlich, wie berichtet, im Fachausschuss vorgestellt worden war.

Ob Bad Hersfeld künftig schlau Parken wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Die Delegation aus Brüssel soll jedenfalls recht angetan gewesen sein.

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