Wechsel nicht automatisch

EAM-Sprecher Steffen Schulze über Missverständnisse bei Stromkunden

Bei der Werbung um neue Kunden hat der Ende 2013 neu gegründete Regionalversorger EAM („Energie aus der Mitte“) offensichtlich mit einem Missverständnis aufseiten potenzieller Neukunden zu kämpfen. Über das Problem sprach Peter Ketteritzsch mit EAM-Sprecher Steffen Schulze.

Herr Schulze, in Anzeigen weist die EAM zurzeit darauf hin, dass Kunden von Eon nicht automatisch von der EAM übernommen wurden. Was veranlasst Sie zu dieser Veröffentlichung?

Steffen Schulze: Noch immer denken viele Menschen, dass sie nach der erfolgreichen Rekommunalisierung automatisch EAM-Kunden geworden sind. Ein Wechsel von Eon zur EAM erfolgt jedoch nicht automatisch. Die damaligen EAM-Kunden hatten im Jahr 2005 die Erfahrung gemacht, dass es lediglich eine Namensänderung von EAM zu Eon Mitte gab und sie automatisch Kunden der Eon Mitte wurden. Mit der Rekommunalisierung im Dezember 2013 sind die Kunden jedoch bei Eon geblieben und im Gegensatz zu 2005 nicht wieder EAM-Kunden geworden. Stattdessen ist die EAM mit ihren neuen Vertriebsangeboten im Juli 2014 als komplett neuer Energielieferant auf den Markt gekommen.

Was muss konkret erledigt werden, um von Eon zur EAM zu wechseln?

Schulze: Wer zur EAM wechseln möchte, muss einmal selbst aktiv werden und einen Vertrag mit der EAM abschließen. Dies ist auf dem klassischen Postweg, vor Ort in unseren Service-Büros oder auch online unter der Internetadresse www.EAM.de möglich. Die EAM erledigt anschließend den Rest und kümmert sich um die Klärung aller Formalitäten – dazu gehört auch die Kündigung beim bisherigen Energielieferanten.

Rächt es sich jetzt, dass die zwölf Landkreise und die Stadt Göttingen den Vertrieb nicht mitgekauft und somit die Kunden nicht übernommen haben?

Schulze: Da der Eon-Konzern den Vertrieb nicht mitverkauft hat, war es eine bewusste und konsequente Entscheidung, einen eigenen EAM-Vertrieb aufzubauen. Mit der bisherigen Entwicklung sind wir sehr zufrieden und zuversichtlich, diesen Erfolg in den kommenden Monaten weiter ausbauen zu können.

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