Antrittsrede des künftigen Rotenburger Bürgermeisters Christian Grunwald (CDU)

Wechsel fordert Toleranz

Wechsel an der Verwaltungsspitze: Rotenburgs amtierender Bürgermeister Manfred Fehr (SPD, Mitte) verliest die Ernennungsurkunde für seinen Nachfolger Christian Grunwald (CDU), der Fehr am 20. März ablöst. Links im Bild Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch (SPD), der Grunwald vereidigte und per Handschlag auf eine gewissenhafte Amtsführung verpflichtete. Fotos: Steinbach

Rotenburg. Nach 18 Jahren wird am 20. März wieder ein christdemokratischer Bürgermeister ins Rotenburger Rathaus einziehen. Der Wechsel wird allen „viel Disziplin, Neuorientierung und ein hohes Maß an Toleranz abverlangen“, sagte Rotenburgs zukünftiger Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) in seiner Antrittsrede vor Stadtverordneten, Magistratsmitgliedern, Ehrengästen und Zuschauern, darunter auch viele Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Kurz zuvor war Grunwald in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung von Vorsteher Klaus Troch (SPD) ins Amt des Bürgermeisters verpflichtet worden.

3700 Wählerstimmen

3700 Wählerstimmen hatte der 34-jährige Diplom-Verwaltungswirt am 25. September vergangenen Jahres bekommen und mit 59,5 Prozent der Wählerstimmen Amtsinhaber Manfred Fehr (SPD, 40,5 Prozent) überraschend klar geschlagen. Das Vertrauen der Wähler „bedeutet mir sehr viel“, sagte Grunwald. Er bietet allen Bürgern, Kommunalpolitikern und städtischen Mitarbeitern eine „konstruktive, faire und offene Zusammenarbeit an und setzt auf Teamarbeit.

Mit Offenheit und Ehrlichkeit

Der künftige Bürgermeister kündigte an, mit Offenheit, Direktheit und Ehrlichkeit „Politik für unsere Stadt“ machen zu wollen: „Dazu lade ich Sie alle ein, egal, welcher Partei Sie angehören.“

Staatssekretär Ingmar Jung (CDU, Ministerium für Wissenschaft und Kunst) wünschte Grunwald: „Haben sie den Mut zum Mutmachen.“ Ein Bürgermeister müsse die Menschen auch ermutigen und gegen den allgegenwärtigen Pessimismus arbeiten. Dass ein so junger, dynamischer Mann („Der junge Mann ist ein Jahr älter als ich“) mit solcher Begeisterung und Engagement für Rotenburg arbeiten wolle, sei heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

Von Jörg Steinbach

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