Stadtwerke werben mit guter Qualität – Sparen kann teuer werden

Wasser ist im Kreis kein knappes Gut

Hersfeld-Rotenburg. Die Qualität des Trinkwassers im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist mehr als gut. Darin sind sich die Verantwortlichen der Stadtwerke Bad Hersfeld, Rotenburg, Bebra und Heringen einig.

„Unsere Leistung wird oft unterschätzt“, sagt Stephan Heckeroth, Betriebsleiter der Stadtwerke Rotenburg, der selbige gerne als „Lebensmittelverkäufer“ bezeichnet. „Wir verkaufen ein schönes Lebensmittel, für das man weder weit fahren noch schwer schleppen muss. Und günstig ist es auch noch“, wirbt er für die gute Qualität des Wassers. Wer allerdings mit einem sparsamen Verbrauch den Geldbeutel schonen will, tut das nur kurzfristig. „Je mehr Wasser gespart wird, desto teurer wird der Wasserpreis“, sagt Herbert Höttl, Geschäftsführer der Stadtwerke Bebra. Denn der Wasserpreis werde vor allem durch die Fixkosten bestimmt.

Und auch sonst sei Wasser sparen bei uns nicht nötig, meinen die Stadtwerke-Chefs. Zum einen sei genug Wasser vorhanden, auch im Sommer; zum anderen hätten wasserarme Regionen davon nichts. In ländlichen Gebieten könne es in mehrstöckigen Häusern mit nur einem Bewohner viel eher Probleme geben, wenn das Wasser in den Leitungen steht und deshalb Bakterien entstehen. Der durchschnittliche Wasserverbrauch im Kreis variiert, bewegt sich aber auf einem ähnlichen Niveau.

Der Geschäftsführer der Bad Hersfelder Stadtwerke, Markus Gilbert, spricht von 131 Litern pro Kopf und Tag inklusive der Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Der Verbrauch in typischen Haushalten liege bei 75 bis 90 Liter pro Person. In Bebra werden laut Höttl im Durchschnitt rund 100 Liter verbraucht. Ähnlich sieht es in den Heringer Privathaushalten aus, wie Stadtwerke-Chef Heiko Habermann berichtet. In Rotenburg würden wie im Bundesdurchschnitt circa 120 Liter verbraucht.

Am 22. März wird weltweit der "Tag der Wassers" begangen, der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde.

Von Nadine Maaz

Rubriklistenbild: © dpa

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