Bad Hersfelder Festspiele 2013: Positiver Auftakt für den Kartenvorverkauf

Warten und frieren ab drei

Großes Gedränge in der Kartenzentrale: Zum Start des Vorverkaufs für die Bad Hersfelder Festspiele 2013 war die Nachfrage wie jedes Jahr groß. Besonders begehrt waren die Plätze mit der großen Beinfreiheit in der Reihe 15. Fotos:  Schönholtz

Bad Hersfeld. Er stand wieder ganz vorne in der Schlange. Dieter Stern aus Frankfurt am Main gehört seit Jahren zu den Treuesten der Treuen, wenn es um die Bad Hersfelder Festspiele geht.

Auch gestern wartete er trotz frostiger Außentemperaturen ab 3 Uhr in der Früh vor der Kartenzentrale am Markt, um als erster mit einer langen Liste von Ticket-Wünschen bedient zu werden.

Nicht weit hinter ihm stand Heinz Lassok aus Heringen, ebenfalls ein treuer Festspiel-Fan und jedes Jahr beim Vorverkaufsbeginn dabei. Er war um 4.15 Uhr gekommen und hatte Platz fünf ergattert.

Trotz der Kälte war die Stimmung unter den Wartenden wie immer ganz locker, und dies erst recht, als Intendant Holk Freytag mit Helfern aus der Festspielverwaltung heißen Kaffee ausschenkte.

Hätte Freytag einen Hut aufgehabt, hätte er ihn in diesem Moment auch gezogen. Denn dass in Zeiten des Internets immer noch so viele Menschen der Kälte trotzen, um ihre Festspielkarten zu ergattern, das registrierte Freytag mit größtem Respekt.

Erfahrene Kräfte

Punkt 9 Uhr war es dann so weit. Nicht nur die Tür der Kartenzentrale wurde in diesem Moment geöffnet, sondern gleichzeitig begann auch der Verkauf per Telefon und über das Internet. Zudem wurden die bis dahin eingegangenen E-Mails bearbeitet.

In der Kartenzentrale und im Call-Center, das in diesem Jahr aus den bisherigen Räumen im Gebäude der Intendanz im Stift in den Multifunktionsraum der Stadtbibliothek umgezogen ist, gab es trotz des Andrangs keine Aufgeregtheiten: Die Technik funktionierte, und das von Markus Heide angeleitete Personal setzte sich fast ausnahmslos aus Kräften zusammen, die den Start des Vorverkaufs schon ein oder mehrere Male bewältigt hatten.

„Eine ganz tolle Stimmung,“ stellte der Intendant fest und gestand, sich für den ersten Tag „eine kleine Marke“ gesetzt zu haben, die bis zum Abend erreicht werden sollte.

Was bei den Kartenkäufern besonders hoch im Kurs stand, das ließ sich schon vorher ablesen: Die Eichhof-Komödie „Mondlicht und Magnolien“ war am häufigsten gefragt, gefolgt vom – das war nun keine Überraschung – Musical „Show Boat“. Die Plätze drei und vier belegten nahezu gleichauf die Schauspiele „Nathan der Weise“ und „Die drei Musketiere.“

Nachdem er sich einen Eindruck vom guten Start des Vorverkaufs verschafft hatte, konnte sich der Intendant einer anderen Aufgabe zuwenden: Bis Weihnachten sollen nämlich die Besetzungen vollständig sein. „Da habe ich noch viel Arbeit,“ sagte Holk Freytag.

Von Karl Schönholtz

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