Stadt plant im Haushalt 2014 zwei Millionen Euro für Lullus-Sportpark ein

Warten auf den Bescheid

Bad Hersfeld. Die Signale aus Wiesbaden seien positiv, berichtete Bad Hersfelds Bauverwaltungschef Johannes van Horrick, doch in welcher Höhe sich das Land Hessen an den Projekten des geplanten „Lullus-Sportparks“ in der Fuldaaue beteiligen wird, das ist noch nicht bekannt.

„Müssen es wissen“

„Wir warten auf den Bescheid, denn wir müssen’s ja für den Haushalt wissen“, sagte van Horrick in seinem Sachstandsbericht vor dem Stadtverordneten-Ausschuss für Sport und Soziales. Vorsorglich angemeldet hat er für Etat 2014 schon mal zwei Millionen Euro.

Der von Bürgermeister Thomas Fehling initiierte Masterplan, die bereits vorhandenen, aber zum Teil sanierungsbedürftigen Sport- und Freizeiteinrichtungen in einen behindertengerechten, allgemein nutzbaren und vor allem förderungswürdigen Sportpark zusammenzufassen, bleibt vorläufig ein schwer greifbares Konstrukt.

Die Verwirklichung aller dafür entwickelten Ideen würde sieben bis acht Millionen Euro kosten. Etwa die Hälfte dieser Summe könnte für erforderliche Renovierungen ohnehin fällig werden, so dass auch ohne das Sportpark-Etikett Handlungsbedarf besteht.

Darüber hinaus sind im Sportpark-Konzept Maßnahmen enthalten, die die Verkehrsbelastung im Kurviertel mindern soll – wie etwa der neue Parkplatz am Libri-Kreisel und die Fußgängerbrücke über die Fulda.

Nur der MSC ist „kritisch“

Bei der zwischenzeitlich erfolgten Anhörung der Träger öffentlicher Belange hat es laut van Horrick keine Einwände gegeben mit Ausnahme der angedachten Erweiterung des MSC-Areals. Der Motorsportclub genießt mit seiner Grasbahn zwar Bestandsschutz, doch mehr ist möglicherweise nicht zu machen. „Das wird kritisch“, sagte der Bauamtschef.

Fällt der Förderbescheid des Landes wie erhofft aus, dann will die Stadt in einem ersten Schritt das Hessen-Stadion in Schuss bringen – nicht nur für den Verein und seine Fußballer, sondern beispielsweise auch für die Läufer des Skiclubs Neuenstein, die hier ihre Trainingsstrecke haben und dann Umkleiden und Duschen zur Verfügung hätten.

Das erklärte Ziel sei, die Anlage „multifunktional nutzbar“ zu machen, erklärte van Horrick.

Von Karl Schönholtz

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