Bürgermeister im Kreis verabschieden Resolution

Warnung vor Wohnstadt-Verkauf

Thomas Baumann

Hersfeld-Rotenburg. Auch die Bürgermeister im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind gegen einen Verkauf der Landesanteile an der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt. In einer Resolution fordern sie die hessische Landesregierung auf, die Landesbeteiligung an der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft nicht aufzugeben.

Von einem möglichen Verkauf wären allein im Kreis Hersfeld-Rotenburg 1664 Wohnungen betroffen. Es wird befürchtet, dass ein Verkauf mit Mietsteigerungen verbunden sein könnte.

Die Gewerkschaften, SPD, Grüne und Linke haben eine Unterschriftenaktion gegen den Verkauf gestartet. Der DGB erwägt sogar einen Volksentscheid über den Verkauf (wir berichteten).

„Die Bereitstellung günstigen Wohnraumes sowie die Vorhaltung eines Angebotes, welches nicht nur auf private Rendite ausgelegt ist, gehört auch zu den Aufgaben eines Landes“ heißt es in der Resolution, die von Thomas Baumann, dem Bürgermeister von Ludwigsau und Vorsitzender der Bürgermeisterkreisversammlung unterzeichnet ist. Das Recht auf bezahlbaren Wohnraum festige den sozialen Frieden in unserem Land und stelle vor allem für sozialbedürftige Gruppen ein wichtiges Regulativ dar.

Mitsprache wichtig

Die Mitsprache des Landes sei gerade im Interesse der hessischen Kommunen dringend erforderlich, damit sie bei der Wohnungspolitik, aber auch bei der Entwicklungsplanung, mitreden können. Sonst bestehe die Gefahr, dass durch eine Privatisierung, dieser Wohnraum verloren geht. Mögliche Mietsteigerungen müssten zudem über Wohngeldunterstützungen und Mietbeihilfen von der Allgemeinheit geschultert werden, warnen die Bürgermeister.

Die Nassauische Heimstätte /Wohnstadt erbringe mit ihrem Wohnbestand einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Wohnraumangebotes, gerade auch im ländlichen Bereich. (red/kai)

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