Auch "Maria Stuart", "Kiss me Kate" und "Don Quijote" werden gespielt

"Die Wanderhure" bei den Festspielen 2014

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Intendant Holk Freytag gab die Festspielstücke für 2014 bekannt.

Bad Hersfeld. Ein Mittelalter-Stück nach Motiven der Roman-Bestseller um die „Wanderhure“ wird im nächsten Jahr bei den Bad Hersfelder Festspielen aufgeführt. Das gab Intendant Holk Freytag heute Mittag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz bekannt.

Als weitere Neuinszenierungen stehen Schillers „Maria Stuart“ und das Musical „Kiss me Kate“ in der Regie von Stefan Huber auf dem Programm. Als Wiederaufnahmen sind der Kloster-Krimi „Der Name der Rose“ und die mobile Produktion „Das Tagebuch der Anne Frank“ vorgesehen.

 Nach der „angeheizten Diskussion“ (Freytag) um das diesjährige Familienmusical „Der Sturm“, das trotz Kritikerlob lediglich eine Auslastung von 44 Prozent erreicht hatte, verzichtete der Intendant auf die eigentlich vorgesehene Wiederholung. Stattdessen setzte er eine moderne Bearbeitung von „Don Quijote“ als Stück für Groß und Klein auf den Spielplan.

„Die Wanderhure“ soll durch die Dramatisierung von Gerold Theobalt über die reine Geschichte hinaus eine politische Dimension erhalten, versprach Freytag. Julian Weigend wird in der Inszenierung von Janusz Kica wie in der TV-Verfilmung eine zentrale Rolle spielen. Mit einer qualitativ erstklassigen Produktion von „Kiss me Kate“ (musikalische Leitung: Christoph Wohlleben) wollen die Festspiele gegen die allgemeine Entwicklung der Musical-Branche arbeiten, wo die Begleitmusik immer öfter aus der Konserve kommt.

Die fortgesetzten atmosphärischen Störungen zwischen Intendant und Bürgermeister Thomas Fehling wollten gestern beide nicht thematisieren, sie sahen die Festspiele vielmehr „auf einem guten Weg“. Heute treffen sich beide mit Freytags Anwalt Joachim Benclowitz vom Deutschen Bühnenverein zum klärenden Gespräch. (ks)

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