Kommunen müssen nur selten offene Rechnungen anmahnen

Waldhessen zahlen Steuern meist pünktlich

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Hersfeld-Rotenburg. Ob Hundesteuer oder Friedhofs-Gebühren: Bürger und Unternehmen in Hessen drücken sich häufig ums Bezahlen, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Bei den Kommunen seien deshalb Ausstände in Millionenhöhe aufgelaufen. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg scheint es um die Zahlungsmoral und -fähigkeit besser bestellt zu sein.

Dass Steuern und Gebühren nicht oder erst verspätet gezahlt werden, komme zwar immer wieder vor, es handele sich aber eher um Einzelfälle, heißt es. Zugenommen hätten allerdings die Vollstreckungsaufträge der GEZ, berichten Wilfried Herzberg, Leiter der Bad Hersfelder Finanzverwaltung, sowie Karina Jakob, Stadtkassenleiterin in Bebra.

„In Bad Hersfeld gibt es keine signifikante Zunahme von Fällen, in denen nicht gezahlt wird“, sagt Bad Hersfelds Sprecher Meik Ebert. Von rund 12 000 Grundsteuer-Bescheiden im Jahr folgten auf 350 bis 400 Mahnungen. Auch bei den Gebühren handele es sich in der Regel um Einzelfälle.

„Es gibt immer säumige Zahler, aber das hat sich in den vergangenen Jahren nicht verschlimmert“, sagt auch Karina Jakob. Meist handele es sich um Summen im dreistelligen Bereich, nur selten stünden mehrere tausend Euro aus. „Rückstände gibt es in jeder Firma und jeder öffentlichen Kasse“, so Helmut Hartmann, Fachbereichsleiter in Rotenburg. Dadurch würde aber weder der Haushalt noch die Liquidität gefährdet. Den größten Anteil bei den Ausständen machten die Grundsteuern A und B für Grundstücke aus.

„In der Regel zahlen unsere Bürger pünktlich“, bestätigt Heringens Bürgermeister Hans Ries. Da seien anonyme Großstädte vermutlich eher betroffen. Keine Probleme was die Zahlungsmoral und die Auswirkungen betrifft, sieht auch Bürgermeister Thomas Baumann als Sprecher der Amtskollegen im Kreis. Die Vollstreckung für Kommunen ohne eigene Stelle übernimmt der Landkreis.

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Von Nadine Maaz

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