Bäume überstehen regenarme Monate mit geringen Schäden

Wald im Kreis trotzt dem trockenen Jahr

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Hersfeld-Rotenburg. Die Wälder im Landkreis haben die große Trockenheit im Sommerhalbjahr vergleichsweise gut überstanden. Laut Deutschem Wetterdienst war seit Februar neun Monate in Folge weniger Niederschlag gefallen, als üblich.

Im Bereich des Forstamtes Rotenburg habe es bisher keine größeren Schwierigkeiten gegeben, berichtet Forstamtsleiter Dr. Hans-Werner Führer. Lediglich in den Fichtenbeständen sei es punktuell zu Borkenkäferbefall gekommen. Windwurf im Frühjahr und die anschließende Trockenheit habe das begünstigt. Das befallene Holz sei aber zügig aufgearbeitet und abgefahren worden, um die Ausbreitung der Schadinsekten zu verhindern. Auch bei den Neupflanzungen sei es zu keinen übermäßigen Ausfällen gekommen, berichtet Führer. In den ersten Wochen habe es noch genug geregnet, sodass die jungen Pflanzen anwachsen konnten.

Der Leiter des Forstamtes Bad Hersfeld, Jens Müller, gibt allerdings zu bedenken, dass der Wassermangel ohnehin durch Schadstoffeintrag geschädigten Bäume zusätzlich geschwächt habe. Deutlich sei das an Eichen und Buchen geworden, deren Blätter sich in diesem Herbst früher als sonst verfärbt hätten. Insgesamt bleibe abzuwarten, wie der Wald die Summe der negativen Einflüsse verkrafte. „Einzelne Bäume müssen wohl dran glauben“, verdeutlicht Müller.

Für die Holzernte sei die Trockenheit sogar förderlich, weil die Rückemaschinen weniger Schäden an den Böden verursachen, erklärt Hans-Werner Führer. Grund zur Sorge hat der Forstamtsleiter derzeit nicht: Durch Schnee und Regen werde der Boden-Wasserspeicher im Wintehalbjahr erfahrungsgemäß aufgefüllt. Nach der langen Trockenphase wäre nach Einschätzung von Jens Müller ein kühles Frühjahr mit Niederschlägen für die Regeneration förderlich.

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