(247): Das Rathaus der Kreisstadt hat eine eigene Geschichte

Ein Wahrzeichen Hersfelds

Bad Hersfeld. Kleinod, Mittelpunkt und repräsentativer Renaissancebau – das Rathaus prägt neben Stiftsruine und der Stadtkirche wesentlich das Bild der Kurstadt. Es ist das von Touristen wohl am meisten fotografierte Gebäude der Innenstadt. Auf ihr Rathaus können die Hersfelder zu Recht stolz sein. Denn es besitzt auch eine eigene Geschichte.

Seit dem 14. Jahrhundert ist das Rathaus Sitz der Stadtverwaltung. Es befindet sich im Herz der Altstadt zwischen der Weinstraße, Kirchplatz und der Straße „Am Treppchen“. Das heutige Gebäude wurde zwischen 1607 und 1612 im Renaissance-Stil erweitert und umgebaut. Das erste Rathaus war 1371 im Stil der Gotik erstellt.

Fünf so genannte Zwerchgiebel aus der Umbauzeit prägen das Dach, das von einer Glocke gekrönt wird. Vor dem Rathaus steht der Lullusbrunnen mit dem Denkmal des Stadtgründers, hinter dem Rathaus auf dem Rathausplatz befindet sich eine weitere Statur, die an die Toten des Ersten Weltkrieges erinnert. Diese Statur wird im Volksmund auch der „Nackte Mann“ genannt. Seit 2009 steht auf dem Platz auch ein Bronzemodell der Hersfelder Altstadt mit Kennzeichnungen auch in Blindenschrift.

Das Hauptportal hinter dem Lullusbrunnen ziert einen Wappenstein und das Hersfelder Doppelkreuz. Links daneben: Der Eingang zu einer der ältesten Bad Hersfelder Gaststätten, dem Ratskeller. Im Rathaus befinden sich unter anderem der mit Holz getäfelte Sitzungssaal sowie das Büro des Bürgermeisters. In den 50er Jahren wurde das Rathaus zur Straße Am Treppchen mit einem Funktionsbau erweitert.

Von Hartmut Wenzel

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