Konstituierende Sitzungen von drei Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung

Wählen in der Teeküche

Abstimmen in der Teeküche: Hier übergibt der SPD-Stadtverordnete Gerhard Finke im neuen Ausschuss für Bildung und Kultur seinen Wahlzettel den städtischen Mitarbeitern Horst Gerlich (links) und Renate Schiller. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Mit vorhersehbaren Ergebnissen endeten am Montag die konstituierenden Sitzungen von drei Ausschüssen der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung. Die Mehrheitsfraktion von SPD, Grünen und FWG, die jeweils fünf der neun Ausschussmitglieder stellte, setzte sowohl beim Vorsitz wie auch bei den Stellvertretern ihre Kandidaten durch.

Den Ausschuss für Soziales und Sport leitet demnach wie auch schon in der vergangenen Wahlperiode Thomas Klessa (SPD). Seine Stellvertreterin ist die junge Parlaments-Novizin Sara Roller (Grüne).

Wieder mit Luley

Mit Roland Luley (SPD) wurde ein weiterer alter Bekannter zum Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt gewählt. Stellvertreterin ist die erstmals in der Stadtverordnetenversammlung vertretene Nina Weise-Hübner (Grüne).

Um die Themenbereiche Bildung und Kultur kümmert sich ab sofort ein eigens eingerichteter Ausschuss unter Vorsitz von Dr. Thomas Handke (SPD). Er wird bei Bedarf vertreten von Antje Fey-Spengler (Grüne), die auch bisher schon als Mitglied der Fraktionsgemeinschaft dem Stadtparlament angehörte.

Über sämtliche Vorsitzposten wurde geheim abgestimmt (nur die Schriftführer waren unstrittig). Zum Kreuzchenmachen ging es nach Aufruf in die Teeküche des Multifunktionsraumes in der Stadtbibliothek.

Gleich im Anschluss an die Sitzung machte der FDP-Stadtverband seinem Unmut über den Ausgang der Wahlen Luft. „Anstatt die Positionen nach Fraktionsstärke zu verteilen, wie in fast allen Parlamenten üblich, wurden hier die anderen Fraktionen übergangen,“ kritisierte der Vorsitzende Bernd Böhle.

Inhaltlich stand in den drei Sitzungen noch (fast) nichts auf der Tagesordnung. Bürgermeister Thomas Fehling informierte auf Anfrage über die geplante Koordinierung von Sport- und Freizeitangeboten der entlang der Fulda beheimateten Vereine. Hier bewirbt sich die Stadt für ein Programm des Landes Hessen.

Von Karl Schönholtz

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