23-Jähriger täuscht Herzattacke vor

Wachsame Streife schnappt Autodieb

Fulda/Bad Hersfeld. Nachhaltig in Erinnerung wird einem 23 Jahre alten Mann aus der Nähe von Berlin der vergangene Mittwoch bleiben. Laut einer gemeinsamen Presseerklärung des Polizeipräsidiums Osthessen und der Staatsanwaltschaft Karlsruhe fiel der Mann mit seinem Toyota Prius auf der Bundesautobahn 5 in Höhe des Hattenbacher Dreiecks auf Grund überhöhter Geschwindigkeit einer zivilen Streife der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld ins Auge.

Die Kontrolle verlief erst einmal unauffällig, schnell bemerkten die wachsamen Beamten jedoch, dass mit dem Fahrzeug etwas nicht stimmen konnte. Bei der Überprüfung der Kennzeichen erhielten sie die Auskunft, dass es sich um einen Toyota des Baujahres 2009 handeln müsste; das kontrollierte Fahrzeug selbst schien dagegen fabrikneu.

Der Abgleich der FIN (Fahrzeugidentifizierungsnummer) erbrachte schließlich Gewissheit: Der Toyota war nur zweieinhalb Stunden vorher vom Hof eines Autohauses in Karlsruhe gestohlen worden.

Der Fahrer wurde unverzüglich festgenommen. Was danach folgte, war filmreif. Der Dieb täuschte eine Herzattacke vor, in der Hoffnung, seiner Inhaftierung zu entgehen. Das gab er hinterher zu. Zum gewünschten Erfolg führte diese Aktion allerdings nicht, denn die Streife der Autobahnpolizei ließ den Dieb auch im Krankenhaus nicht aus den Augen.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der junge Raser bereits mehrfach wegen Eigentums- und Verkehrsdelikten in Erscheinung getreten war. Nach Abstimmung zwischen der Staatsanwaltschaft Fulda und der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde der Festgenommene nach Karlsruhe gebracht und dort einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. (red/zac)

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