Neue Geschäftsfelder mit modernster Technik – Showroom in Bad Hersfeld eröffnet

VR-Bank Hersfeld-Rotenburg setzt auf digital

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Digitale Handarbeit: Markus Klinger demonstriert auf dem großen Touch-Display die künftige Bankberatung.

Bad Hersfeld. Einen Markt der Möglichkeiten für digitale Präsentationen hat die VR-Bank Hersfeld-Rotenburg in ihrer Filiale in der Dudenstraße in Bad Hersfeld eingerichtet. In diesem sogenannten Showroom können sich Gewerbetreibende und Privatkunden am praktischen Beispiel darüber informieren, wie etwa die firmeneigene App oder eine dreidimensionale Hausbesichtigung am Bildschirm funktionieren kann.

Bankvorstand Hartmut Apel begründete die Installation des neuen Geschäftsfeldes mit der Negativ-Entwicklung im klassischen Bankgeschäft. Folglich habe die heimische VR-Bank vor zwei Jahren begonnen, digitale Anwendungen für ihre Kunden zu entwickeln. Die Ergebnisse sind mittlerweile auch bei anderen Genossenschaftsbanken auf großes Interesse gestoßen.

Umgesetzt wird das Thema von der VR-Immobilien & Service GmbH mit Geschäftsführer Oliver Woschek. Noch vor wenigen Jahren eine Abteilung mit drei Mitarbeitern, die sich ausschließlich um Hausverwaltungen kümmerte, ist die Tochterfirma personell um das Zehnfache gewachsen. Alles zusätzliche Arbeitsplätze, betonte Hartmut Apel.

Prokurist Markus Klinger stellte vor Medienvertretern einige der Angebote vor: So lässt sich über ein Display in einer digitalisierten Filiale der Bank auch der direkte persönliche Kontakt zum Berater herstellen. Solch eine Videochat-Funktion ist beispielsweise in der „Pilotfiliale“ Heringen verfügbar.

Ein virtueller Spaziergang durch eine zuvor eingescannte Immobilie ermöglicht Hausbesichtigungen zu jeder beliebigen Zeit und ohne die Fahrt zum Objekt.

Eine eigene App auch für den kleinen oder kleinsten Mittelstandsbetrieb - mit Hilfe der Bank soll sich das auch der Friseur um die Ecke leisten können. Was die digitalen Dienste den Kunden am Ende wirklich kosten, lässt sich laut Klinger pauschal nicht sagen, sondern hängt vom individuellen Angebot ab.

Ein imposanter Antennenaufbau im „Showroom“ zeigt zudem die Möglichkeiten einer W-LAN-Vernetzung. „Hier ist man allerdings nie fertig“, beschrieb Klinger die stetige Weiterentwicklung dieses Geschäftsfeldes.

Dabei setzt die VR-Bank nicht nur auf eigene Kräfte: Mit der jetzt bekannt gegebenen Eröffnung einer Gründerwerkstatt sollen innovative Talente aus der Region angesprochen werden. Wer eine Idee hat, darf sich 100 Tage lang der technischen wie der inhaltlichen Unterstützung der Bank bedienen - ein Gehalt gibt’s obendrein.

Kontakt: Markus Klinger. Telefon 06621/163-704, Email: markus.klinger@vr-is.de

Von Karl Schönholtz

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