Vorsitzender soll über 40 000 Euro veruntreut haben

Vorwurf: Eigenen Verein beklaut

Bad Hersfeld. Schwere Vorwürfe gegen einen Vereinsvorsitzenden aus Bad Hersfeld: Der 35-Jährige soll sich in sieben Fällen vom Vereinskonto bedient und dabei mehr als 40 000 Euro für eigene Zwecke verbraucht haben.

„Gewerbsmäßige Untreue“ wirft der Fuldaer Staatsanwalt Dr. Heiko Heppe dem Angeklagten vor, der sich eigentlich gestern vor dem Schöffengericht am Amtsgericht in Bad Hersfeld verantworten sollte.

Weil sein Verteidiger erkrankt ist, musste der Termin vom Gerichtsvorsitzenden Michael Krusche jedoch kurzfristig abgesetzt und auf Mittwoch, 31. Oktober, vertagt werden.

Bei dem Verein handelt es sich um die Vertretung einer ortsansässigen Minderheit. Vorsitzender L. ist als ebenso eloquenter wie wehrhafter Verfechter der Interessen seiner Volksgruppe stadtbekannt.

Ihn, den alleinigen Verfügungsberechtigten über das Vereinskonto, hat die Staatsanwaltschaft angeklagt, in der Zeit von März 2009 bis September 2010 in sieben Einzelfällen Teilbeträge von 3000 bis 12 700 Euro veruntreut zu haben.

Insgesamt summiert sich der Schaden für den Verein auf 42 490 Euro.

Wofür der Hersfelder das angeblich abgezweigte Vereinsgeld verwendet haben soll, ist bislang nicht bekannt. Die Verhandlung im Oktober ist öffentlich. (ks)

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