Mitarbeiter der Oper wurden für Gefahrensituationen geschult

Vorrang für Sicherheit

Die frisch ausgebildeten Platzanweiserinnen, die die grünen Westen nur im Notfall tragen, mit Bühnenmeister Lutz Kretzschmar, Ute Braun, Dirk Trümner und Professor Siegfried Heinrich bei der Übergabe der Notfallpläne. Foto:  nh/K. Schmidt, BSB Trümner

Bad Hersfeld. „Kunst soll die Menschen verbinden und unsere Musik soll die Besucher begeistern – hierbei muss die Sicherheit an oberster Stelle stehen!“ Mit dieser Kernforderung starten die Opernfestspiele in der Hersfelder Stiftsruine.

Um die aktuellen Sicherheits- und Brandschutzauflagen erfüllen zu können, hat der Arbeitskreis für Musik (AfM) in diesem Jahr ein spezielles Konzept entwickeln lassen und alle Mitwirkenden extra für den Notfall geschult. „Das ist eine Maßnahme, in die wir gerne investiert haben“ stellt Professor Siegfried Heinrich als künstlerischer Direktor des Arbeitskreises für Musik (AfM) fest.

„Genaugenommen ist es ein ganzes Maßnahmenbündel“ ergänzt Ute Braun, die beim AfM für die organisatorische Umsetzung zuständig ist. So wurden Konzepte erstellt, Pläne gezeichnet und Mitarbeiter geschult. Daneben war viel Abstimmung mit Behörden und der Feuerwehr notwendig. Damit hat der AfM den Bad Hersfelder Sicherheitsingenieur Dirk Trümner beauftragt. Der studierte Master für Brandschutz hat bereits bei der aktuellen Konzepterstellung und den Schulungen für die Bad Hersfeld Festspiele maßgeblich mitgewirkt. Somit konnten zahlreiche Sicherheitsstandards übernommen werden.

Räumungskonzept

Besonders wichtig ist eine gute Vorbereitung für die Räumung des Zuschauerraumes im Gefahrfall. „Deshalb haben wir ein spezielles Räumungskonzept für die Opernaufführungen vom dem Brandschutzsachverständigen entwickeln lassen“, sagt Lutz Kretzschmar in seiner Funktion als Bühnenmeister.

Gute Zusammenarbeit

Auffälligste Änderung sind die grünen Kennzeichnungswesten, die die Platzanweiserinnen nur in diesem Fall tragen. Im Hintergrund sind für den Notfall zahlreiche technische und organisatorische Verbesserungen entwickelt worden – auch Dank der guten Zusammenarbeit mit der städtischen Festspielverwaltung. Neben der Optimierung der Rettungswege und der Besucherlenkung ins Freie zählt hierzu vor allem die verbesserte und klar geregelte Abstimmung aller Verantwortungsträger vor dem Einlass der Besucher. „Anhand einer Checkliste wird täglich die Einhaltung aller Sicherheitsstandards gemeinsam mit der Feuerwehr überprüft“ erläutert Dipl.-Ing. Dirk Trümner.

Der AfM bedankt sich bei allen, die in den vergangenen Monaten an der Ausarbeitung der Sicherheitskonzepte mitgewirkt haben, vor allem bei der städtischen Festspielverwaltung und dem Brandschutzbüro Trümner. „Mein besonderer Dank gilt auch allen, die schon seit vielen Jahren, während den Opernaufführungen für die notwendige Sicherheit sorgen. Ohne den ehrenamtlichen Einsatz der Platzanweiser des AfM, den Einsatzkräften vom Roten Kreuz und der Feuerwehr könnten wir unsere Aufführungen nicht durchführen. Für den Ernstfall ist vorgesorgt!“ resümiert Siegfried Heinrich zufrieden. (red)

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