7. Frauenfrühstück des Bezirkslandfrauenvereins Bad Hersfeld im Hotel am Kurpark

Vormittag für die Seele

Alle Blicke auf sich zogen die feschen Landfrauen Ingrid Thomas aus Reilos, Britta Kersch aus Mecklar, Heidi Curth aus Meckbach und Elvira Bowien aus Reilos mit ihrer Tochter Sylvia Göbel, die in Rohrbach wohnt (v.l.). Die fünf Frauen nutzten einen gemeinsamen Ausflug in einen großen Modemarkt, um sich für ihren gelungenen Dirndl-Auftritt auszustatten. Fotos: Schmidl

Bad Hersfeld. Jede der 280 Landfrauen aus dem Altkreis Hersfeld wurde zum Auftakt des 7. Frauenfrühstückes des Bezirkslandfrauenvereins im Hotel am Kurpark mit einem Glas Malven-Sekt begrüßt. „Wir wollen einmal genießen, etwas für uns selbst tun“, bekräftigte die Vorsitzende Lieselotte Weitz und betonte: „Es sind die Landfrauen, die viel für die Zukunft erhalten, sich aber auch neuen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen“.

Ihr eigener engagierter ehrenamtlicher Einsatz für die Landfrauen und darüber hinaus wurde im Rahmen der Veranstaltung mit der Verleihung des Ehrenbriefs des Landes Hessen gewürdigt. Nach dieser persönlichen Ehrung konnte auch die Vorsitzende die Seele baumeln lassen, sich an dem üppigen, leckeren Frühstücksbuffet stärken und Reinhilde Berry lauschen, die mit ihren persönlichen Erinnerungen aus der guten alten Zeit für Heiterkeit und Betroffenheit gleichermaßen sorgte.

Reinhilde Berry, die seit fünfzig Jahren in Bad Hersfeld lebt, ist auf einem Bauernhof in Wölf aufgewachsen. In ihrem Buch „So woarsch freher bei ons“ berichtet sie anschaulich von ihrer strengen katholischen Erziehung, den Traditionen und der Lebenswirklichkeit in ihrer Kindheit und Jugend. Beim Vorlesen ihrer nachhaltigen Erlebnisse in den Kriegsjahren wurde sie gar von ihren eigenen Gefühlen übermannt.

Sehr interessant waren ihre Ausführungen passend zur Fastenzeit, in der neben Fleisch und Süßigkeiten auch auf Vergnügungen verzichtet wurde.

An ihrem freien Samstagvormittag wollten die Landfrauen der Fastenzeit trotzend aber lieber schlemmen und frohe Stunden verleben. Gern ließen sie sich von den Mitgliedern der Gitarrengruppe des Bezirkslandfrauenvereins unter der Leitung von Elli Vaupel zum Mitsingen animieren.

Mit ihren Liedern griffen die Frauen das Motto des Tages auf und erinnerten auch musikalisch an „Die gute alte Zeit“.

Für die Volkslieder, aber besonders für ihre eigene Interpretation von dem Erfolgsschlager „Ein bisschen Frieden“ wurden sie mit viel Applaus belohnt.

Von Gudrun Schmidl

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