Viele Patienten leiden derzeit unter Infektionskrankheiten

Volle Arztpraxen: Der Kreis ist erkältet

Hersfeld-Rotenburg. Die Wartezimmer der Arztpraxen im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind in diesen Tagen gut gefüllt. Es ist die Zeit der Erkältungskrankheiten. Husten, Schnupfen, und Heiserkeit zwingen die Menschen derzeit, sich behandeln zu lassen.

„Es ist schon auffällig, dass trotz der zurzeit eher stabilen, trockenen Witterung mehr Leute mit Infektionskrankheiten in die Praxis kommen“, sagt Dr. Jörg Merkel aus Alheim.

Grippale Infekte werden zwar nicht durch Kälte, sondern durch Viren hervorgerufen. Die Kälte sorgt allerdings für eine höhere Anfälligkeit für den Virus. Hinzu kommt, dass Heizungsluft die Schleimhäute austrocknet und diese dann anfälliger sind.

Merkel kann zudem berichten, dass unter seinen Patienten viele sind, die nicht nur drei bis vier Tage von ihren Krankheiten geplagt werden, sondern zwei bis drei Wochen mit ausgeprägten Grippal- oder Bronchialinfekten ausfallen. Er empfiehlt: „Immer desinfizieren, das kann man nicht oft genug sagen. Viel trinken, gesund ernähren und ausreichend schlafen – das sind die besten Hilfsmittel zur Prävention.“

Dr. Michael Saehrendt, Fachdienstleiter Gesundheit des Kreises Hersfeld-Rotenburg, kann nach der letzten Mitteilung des Robert-Koch-Instituts bestätigen, dass die Zahl der Erkrankungen der oberen Atemwege erhöht ist, seit der Vorwoche sei sie aber stabil. „Grippe ist aber noch kein Thema“, betont er.

Auch Dr. Martin Ebel aus Bad Hersfeld kann einen „saisonal bedingten“ Anstieg der grippalen Infekte feststellen. „Das ist aber nicht ungewöhnlich“, sagt er. Sollte man sich infiziert haben empfiehlt Ebel: „Kamilledampfbäder, Tee, auf die Couch oder ins Bett legen, warm anziehen, aber nicht überheizen.“ Auf keinem Fall sollten Saunabesuche oder Sport zum Tagesprogramm gehören. „Das hilft nur präventiv“, erklärt er.

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Von Claudia Stehr

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