Aufsichtsrat zieht positive Zwischenbilanz – Weitere Schritte erforderlich

Bad Hersfelder Vitalisklinik entwickelt sich positiv

Positive Entwicklung: Die Vitalisklinik im Kurpark von Bad Hersfeld. Foto: Archiv

Bad Hersfeld. Die Vitalisklinik hat sich seit der Übernahme durch die Stadt Bad Hersfeld positiv entwickelt und in den vergangenen drei Jahren ihre Defizite von knapp einer Million Euro jährlich inzwischen deutlich reduzieren können.

In diesem Jahr strebt Geschäftsführer Hans-Wilhelm Saal im operativen Geschäft einen „schwarze Null“ an. Belastet wird das Ergebnis allerdings noch durch Tilgungsleistungen in Höhe von 150 000 Euro.

Den Aufwärtstrend führte Bürgermeister Thomas Fehling anlässlich der jüngsten Aufsichtsratsitzung auf vier Faktoren zurück:

• Die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche während der schwierigen Umbauphase große Anstrengungen unternommen haben, um die Klinik voranzubringen und damit die Arbeitsplätze zu sichern,

• die von ihm initiierte Ausgründung der Klinik aus der Wirtschaftsbetriebe GmbH in eine eigene Gesellschaft, weil damit klare Zuständigkeiten und langfristige Handlungsoptionen geschaffen wurden,

• die kontinuierliche Verbesserung des Klinikcontrollings, damit die Kostenstrukturen besser erkannt und neue Lösungen gesucht werden können (zum Beispiel beim Energieverbrauch und der Patienten-Nachkalkulation)

• und den Aufbau neuer Angebote für zusätzliche Patienten. Beispielhaft sei die Diabetologie genannt.

Damit die Vitalisklinik langfristig in dem immer härter werdenden Gesundheitsmarkt bestehen kann, braucht es nach Fehlings Ansicht jedoch weitere besondere Alleinstellungsmerkmale, damit sich zusätzliche Patienten und Kostenträger für die Klinik in Bad Hersfeld entscheiden.

Aus Gesprächen mit Fachleuten der Vitalisklinik und externen Experten ergibt sich für den Bürgermeister das Bild, dass das Thema Diabetes weiter an Bedeutung gewinnen wird. Aus gesellschaftlicher Sicht werde somit die Diabetes-Prävention immer wichtiger.

Gerade Kinder und Jugendliche müssten lernen, dass Bewegung und Sport für ein Leben ohne Diabetesfolgen wichtig sind. Viele Kinder leiden bereits unter massivem Bewegungsmangel und müssen langsam aber konsequent an Bewegung herangeführt werden.

Ideale Ergänzung

Somit wäre der Lullus-Sportpark, der jetzt wieder in der politischen Diskussion ist, aus Fehlings Sicht die ideale Ergänzung für die Vitalisklinik. Aus einem breit gefächerten Freizeit- und Sportangebot in direkter Nähe könnte unter fachmännischer Anleitung eine dosierte Heranführung von Kinder, Jugendlichen sowie adipösen (übergewichtigen) Erwachsenen geleistet werden.

Damit hätte die Vitalisklinik ein deutschlandweit einmaliges Leistungsangebot für einen wachsenden Bedarf im Gesundheitsmarkt und könnte ihre eigene Zukunftsfähigkeit deutlich steigern. (red/ks)

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