Boehmer gegen Kubetzko

Vitalisklinik ist kein Fass ohne Boden

Bad Hersfeld. Der Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsbetriebe, Alt-Bürgermeister Hartmut H. Boehmer, hat dem Stadtverordneten Werner Kubetzko (Fraktionsgemeinschaft), vorgeworfen, er habe im Zusammenhang mit der Vitalisklinik „eine Reihe von falschen Behauptungen“ aufgestellt. Kubetzko hatte die Vitalisklinik als „Fass ohne Boden“ bezeichnet und der Geschäftsführung des Klinikums „Missmanagement“ vorgeworfen (HZ berichtete). Der ehemalige Chefarzt der Klinik sei, anders als von Kubetzko dargestellt, nicht aus dem Amt gedrängt worden, sondern er habe die Altergrenze erreicht gehabt, stellt Boehmer klar.

„Verwegene Anschuldigung“

Außerdem würden an der Vitalisklinik keine ambulanten Behandlungen vorgenommen, daher bestehe auch nicht die Notwendigkeit einer Genehmigung. Ausdrücklich verteidigt Boehmer die Kooperation mit dem Klinikum, die auch Gutachter als „gut und sinnvoll“ befunden hätten. Der massive Rückgang bei der Belegung liege ausschließlich an der Deutschen Rentenversicherung, die auch ihre eigenen Reha-Kliniken derzeit nicht auslasten könne. „Deshalb die Schuld bei der Geschäftsführung und dem Klinikum-Geschäftsführer Ködding zu suchen, ist einigermaßen verwegen“, sagt Boehmer. (kai)

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