Stadt Bad Hersfeld übernimmt Ausfallbürgschaft

Vitalisklinik braucht Millionen-Kredit

Bad Hersfeld. Die Vitalisklinik in Bad Hersfeld kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Die Notwendigkeit einer Ausfallsbürgschaft durch die Stadt Bad Hersfeld und der von Geschäftsführer Hans Wilhelm Saal geforderte Notlagentarifvertrag sorgten jetzt im Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordentenversammlung für neue Diskussionen über die defizitär arbeitende Fachklinik für Stoffwechselkrankheiten, die seit August 2008 Betriebszweig der städtischen Wirtschaftsbetriebe ist.

Die bis zu einem Höchstbetrag von 1,25 Millionen Euro reichende Bürgschaft ermöglicht der Klinik den Zugriff auf Kassenkredite, um ihre Liquidität sicherzustellen.

Wie Geschäftsführer Saal vor dem Ausschuss erläuterte, sei dieser Kreditbedarf kein neues Begehren, sondern bereits seit Februar bekannt. Die Belegungszahlen der Klinik seien im Moment zwar ausreichend, um kostendeckend zu arbeiten, hätten jedoch im Winter deutlich darunter gelegen.

Alle ergriffenen Maßnahmen zur Erhöhung der Belegung benötigten noch Zeit, sagte Saal. Auch Einsparungen – beispielsweise durch elf Entlassungen – wirkten sich durch Kündigungsfristen und Abfindungen erst im Laufe dieses Jahres aus.

Das Thema Notlagentarif wurde wegen rechtlicher Bedenken vertagt. (ks)  3. lokalseite

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