Geschäftsführer Saal: Sanierungskonzept beginnt zu greifen

Vitalisklinik: Belegung besser als vor einem Jahr

Hans-Wilhelm Saal

Bad Hersfeld. Die Sanierung der Vitalisklinik in Bad Hersfeld schreitet derzeit planmäßig voran. Dies ergibt sich aus einem Zwischenbericht, den Klinik-Geschäftsführer Hans-Wilhelm Saal jetzt vor dem Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung gab.

Momentan seien 155 der 196 zur Verfügung stehenden Betten belegt, erläuterte Saal, das entspreche einer Auslastung von 65,5 Prozent. Vor Jahresfrist war das Haus lediglich zu 60,6 Prozent ausgelastet.

„Damit sind wir für diesen Monat zufrieden und können zuversichtlich sein, auch zum Ende des Jahres nicht einzubrechen,“ sagte Saal, der in der Steigerung erste Erfolge der neuen Konzeption erkennt. Denn die Fach- und Reha-Klinik für Stoffwechselkrankheiten hat ihre Angebotspalette seit Neuestem auch auf Adipositas-Kranke (Fettsucht) erweitert.

Seit 2008 befindet sich die die Vitalisklinik im Eigentum der Stadt Bad Hersfeld und ist Bestandteil ihrer Wirtschaftsbetriebe. Die Ausgliederung in eine eigene Gesellschaft wird derzeit jedoch vorbereitet. Dadurch soll die Zukunftsfähigkeit der momentan noch defizitär arbeitenden Einrichtung sichergestellt werden.

Denn Geschäftsführer Saal verhehlte vor dem Ausschuss nicht, dass die Stadt über die bereits getätigten Investitionen von rund sechs Millionen Euro sowie der einen Million für das laufende Jahr finanziell noch weiter in die Pflicht genommen wird. Saal kündigte ein weiteres Investitionspaket mit teilweise sicherheitsrelevanten Sanierungen an, dessen Umfang er auf etwa zwei Millionen Euro schätzte.

Außerdem wies er darauf hin, dass die 100-köpfige Belegschaft der Klinik derzeit „voll ausgelastet“ sei. Soll heißen: Bei weiter steigender Belegung wird auch mehr Personal benötigt.  

Von Karl Schönholtz

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