Magistrat und Aufsichtsrat für Überleitung in eigene Gesellschaft

Vitalis: Ausgliederung soll Zukunft sichern

Bad Hersfeld. Die Vitalisklinik in Bad Hersfeld, seit 2008 im Eigentum der Stadt und Bestandteil ihrer Wirtschaftsbetriebe, soll in eine eigene Gesellschaft übergeleitet werden. Das haben Magistrat und Aufsichtsrat in dieser Woche mit breiter Mehrheit beschlossen. Voraussetzung dafür ist allerdings die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung, die darüber in ihrer heutigen Sitzung entscheiden wird (Stadthalle, Beginn 18 Uhr).

Hintergrund der geplanten Ausgliederung ist die Zukunftsfähigkeit der Fachklinik für Stoffwechselkrankheiten, die auch nach der sechs Millionen Euro teuren Sanierung rote Zahlen schreibt.

„Wir brauchen externes Kapital, externen Sachverstand und eine bessere Belegung“, befürwortet Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Rolf Göbel eine neue Gesellschaftsform. „Alle Zukunftsmodelle sind im Status quo nicht möglich,“ spricht sich auch Bürgermeister Thomas Fehling für eine Entflechtung von Wirtschaftsbetrieben und Klinik aus.

Argumentationshilfe erhielten Magistrat und Aufsichtsrat von einer Untersuchung der Kasseler Wirtschaftsprüfer Prof. Ludewig & Partner. Demnach ist der gegenwärtige Zustand die schlechteste aller Möglichkeiten.

„Wir machen das, um die Vitalisklinik am Leben zu erhalten, und nicht, um sie vor die Wand zu fahren“, sagte Göbel und fügte hinzu, dass die Stadt bei jeder Beteiligungsform die Mehrheit der Anteile behalten werde,

Und Bürgermeister Fehling versicherte, die Stadt werde die Klinik nicht insolvent gehen lassen. Diese Unterstellung bezeichnete er als „absurd“. Vielmehr ändere sich für die Beschäftigten zunächst nichts: „Alle Arbeitsverträge bleiben bestehen.“

Fehling machte jedoch auch deutlich, dass das Zukunftsmodell dringend benötigt werde: „Nur so können wir potenziellen Partnern positive Signale senden.“  hintergrund, zum Tage

Von Karl Schönholtz

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