Gelungene 31. Veranstaltung machte Integration erlebbar

Freundschaftsfest in Bad Hersfeld: Vielfalt gegen Einfalt

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Bunt wie die Welt präsentierten sich diese Philippinerinnen.

Bad Hersfeld. Tanz, Musik und gutes Essen verbinden Menschen und Kulturen. Dies wurde beim 31. Internationalen Freundschaftsfest am Sonntag deutlich, als mehrere Hundert Gäste und Akteure fröhlich und friedlich im Bürgerhaus Hohe Luft am Ende der Interkulturellen Woche unter dem Motto „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“ feierten.

Es ist den Veranstaltern wieder gelungen, „einen Beitrag zum Willkommen von Menschen, die nicht von hier sind“, zu leisten. So formulierte es Werner Schnitzlein, der erste Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und Mitinitiator des Festes seit über 30 Jahren. Viel ehrenamtlicher Einsatz stecke dahinter, betonte Schnitzlein, was man ihm angesichts des großartigen Programmangebotes glaubte.

Verantwortlich zeichneten sich hierfür die evangelische Stadt- und Johanneskirchengemeinde in Zusammenarbeit mit dem IkuZ Bad Hersfeld, der Verein für Internationale Jugendarbeit, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der Ausländerbeirat, die Auferstehungsgemeinde Hohe Luft, die Katholische Kirchengemeinde St. Lullus sowie der Fachdienst Migration. Schnitzlein begrüßte Gäste und Akteure aus vielen Ländern mit unterschiedlichen Traditionen und Religionen. Mit Musik und Tanzdarbietungen sowie kulinarischen Köstlichkeiten wurden diese Länder vorgestellt.

Philippinen im Mittelpunkt

Themenschwerpunkt waren die Philippinen, deshalb oblag es dem Deutsch-Philippinischen Freundschaftskreis Hessen, über Land und Leute zu informieren. Im „Sari-Sari-Store“ gab es mit Unterstützung des Weltladens, wie Gerold Holstein erklärte, philippinische Produkte zu erwerben. Holstein und Jessica Wenk waren für die philippinische Präsentation verantwortlich. Schirmherr war der verhinderte Michael Roth (SPD), Staatsminister für Europa im auswärtigen Amt. Professor Lothar Seitz überbrachte die Grüße der Stadtverordnetenversammlung. „Seit vielen Jahren setzen die Veranstalter ein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit“, lobte Seitz. Dekan Dr. Frank Hofmann kam auf die Probleme von Krieg und Terror zu sprechen, die Menschen zur lebensbedrohlichen Flucht aus der Heimat zwingen. Miteinander reden und feiern helfe Vorurteile zu überwinden.

31. Internationales Freundschaftsfest in Bad Hersfeld

So wiegten sich dann alle gemeinsam im Walzerrythmus, als Laurenz Wenk auf seinem Saxophon „Que sera, sera“ spielte. Frank Weber, Mitarbeiter des YMCA, und Francis Gomado von der Stadtkirche führten als Moderatoren durch das schillernde Programm mit Trommlern der Afrikanischen Union, internationalen Tänzen und Musik. Mitarbeiter der Stadtjugendpflege hatten für die Kinder eine Olympiade und Ponyreiten organisiert. Auch das üppige Büfett trug zur guten Laune bei.

Von Vera Hettenhausen

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