Vom Aufschwung keine Spur - Hilfsorganisationen haben Listen

Viele warten auf den Platz an der Tafel

Hersfeld-Rotenburg. Die Organisatoren der Tafeln in Bad Hersfeld und Bebra haben von einem wirtschaftlichen Aufschwung nichts gespürt: Etwa 1000 Menschen werden monatlich über die Ausgabestellen beider Einrichtungen mit Lebensmitteln versorgt. Darunter sind 350 Kinder. Der Bedarf ist jedoch noch höher: Es gibt Wartelisten.

„Ich spüre keinen Aufschwung“, sagt Inge Ulber. Sie ist beim Kirchenkreis Rotenburg und bei der Caritas angestellt und kümmert sich um die Organisation der Tafel mit den Ausgabestellen Bebra und Rotenburg. Nur wenige Menschen gäben ihre Karten mit der Bezugsberechtigung zurück, berichtet sie. Auch Ottfried Hose, ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Tafel in Bad Hersfeld, hat eine unverändert hohe Nachfrage an Lebensmitteln registriert.

Positiv dabei: In Bad Hersfeld ist der Eingang an Lebensmitteln sehr hoch – und das kontinuierlich, erklärte Hose. Bei der Bebraer Tafel wünscht man sich noch ein wenig mehr, sagt dagegen Dekanin Gisela Strohriegl. Zu besonderen Anlässen wie Erntedank oder Weihnachten gab es dagegen sehr viele Spenden, berichtet Inge Ulber.

Um den Betrieb der Tafel aufrechtzuerhalten, benötigen die Organisatoren auch Bargeld. Da hat sich das Spendenaufkommen in beiden Einrichtungen eingependelt: Die Bebraer Tafel bekommt seit ihrer Gründung 2004 etwa 6000 Euro jährlich. Große Ausreißer nach oben gab es zu Anfang, als ein Auto und Kühlschränke angeschafft werden mussten. Da halfen zum Beispiel auch Organisationen wie Rotary-Club und Lions-Club mit größeren Summen.

Das taten beide Clubs auch in Bad Hersfeld. Hier liegt das durchschnittliche Spendenaufkommen bei 8000 Euro im Jahr. „Und das brauchen wir auch,“ sagt Silvia Hemel, die die Tafel in Bad Hersfeld organisiert. Die Einrichtung dort gibt es seit 2006.

Beide Tafeln profitieren von einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer.

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Von Silke Schäfer-Marg

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