Ab dem 1. November nur noch im Scheckkartenformat

Viele Probleme mit dem neuen Personalausweis

Hersfeld-Rotenburg. Nur noch eine Woche Zeit haben die Stadt- und Gemeindeverwaltungen im Landkreis, dann kommt er: Der neue Personalausweis im Scheckkartenformat wird zum 1. November eingeführt.

In den Meldeämtern und Passstellen sieht man dem Tag noch mit Sorge entgegen. Programme und Geräte sind da, aber es läuft noch nicht alles. Sehnsüchtig werden die Mitarbeiter der Bundesdruckerei erwartet. Im Passamt am Markt in Bad Hersfeld warnt Margit Rosenthal-Heiner schon jetzt vor längeren Wartezeiten, denn der neue Pass ist mit 28,80 Euro nicht nur wesentlich teurer, auch die Antragstellung und die Ausgabe des Dokuments dauere wesentlich länger. So können fertige Dokumente nicht mehr im Bürgerbüro abgeholt werden. Das liegt am System. Das neue Dokument ist nicht nur aufs Format einer EC-Karte geschrumpft, sondern speichert alle Daten auch auf einem Chip. Sogar die Fingerabdrücke und eine elektronische Unterschrift enthält der Datenträger. Diese digitalen Finessen des Internet-Zeitalters können die Antragsteller auf Wunsch freischalten lassen.

In Rotenburg laufen permanente Updates. Speziell verweigert aber noch das sogenannte Änderungsterminal, mit dem die elektronische Signatur und die Fingerabdrücke freigeschaltet werden, den Dienst. Dazu sind die Ämter in den Rathäusern wegen der Ferien auch noch personell geschwächt. Sachgebietsleiterin Susanne Scharringhausen und ihre Kollegin in Rotenburg haben derweil noch alle Hände voll damit zu tun, auf den letzten Drücker noch Ausweise im alten Format auszustellen. „Viele wollen den neuen Scheck-Karten-Typ nicht oder haben plötzlich entdeckt, dass ihr alter Ausweis bereits abgelaufen ist.“ Anträge für das neue Dokument können wegen der Fingerabdruck-Erfassung erst ab dem 1. November angenommen werden.

LOKALSEITE 2,

HINTERGRUND, ZUM TAGE

Von Kurt Hornickel

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