Wahlalter auf 14 Jahre gesenkt – Abstimmung im Internet möglich

Viele Neuerungen bei der Kirchenwahl

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Hersfeld-Rotenburg. Die Evangelische Kirche Kurhessen Waldeck führt in diesem Jahr das Wahlrecht ab 14 Jahren ein. Das ist eine der Neuerungen, die für die Kirchenvorstandswahl am Sonntag, 29. September, gelten.

Erstmals können die Wahlberechtigten ihre Stimme im Internet abgeben. Die bisherigen Möglichkeiten der Urnen- und Briefwahl bleiben erhalten. Bisher wurden zwei Drittel der Kirchenvorstände gewählt, ein weiteres Drittel später von den gewählten Mitgliedern in das Gremium berufen. Bei der kommenden Wahl dürfen nur noch maximal drei Kirchenvorsteher berufen werden. Der Dekan des Kirchenkreises Hersfeld, Ulrich Brill, bezeichnet die Neuerungen als sehr begrüßenswert. Durch den Konfirmandenunterricht stehe die Kirche ohnehin im engen Kontakt mit den Jugendlichen.

Brill bedauert jedoch, dass das Maximalalter für Kandidaten angesichts des demografischen Wandels nicht von 70 auf 75 Jahre angehoben wurde. Mit Interesse blickt Brill auf die neue Wahlmöglichkeit im Internet und hofft, dass dadurch eine höhere Wahlbeteiligung erreicht wird.

Auch die Dekanin des Kirchenkreises Rotenburg, Giesela Strohriegl, begrüßt die Neuerungen. Mit der der Religionsmündigkeit hätten Jugendliche jetzt auch die Möglichkeit, in der Kirche mitzuentscheiden. Ob dies auch genutzt werden, bleibe abzuwarten. Die Online-Wahl halte sie für einen „mutigen Schritt, den ich aber sehr befürworte“, so die Dekanin.

Bis Juni läuft die Kandidatensuche in den Gemeinden. Auf der Vorschlagsliste müssen doppelt so viele Kandidaten stehen, wie Kirchenvorsteher gewählt werden. Die Bewerberzahl kann allerdings auf Antrag verringert werden. Während manche Gemeinden über Schwierigkeiten bei der Kandidatensuche klagten, gebe es anderenorts keine Probleme, sagen beide Dekane.   zum Tage, Hintergrund, Seite 2

Von Jan-Christoph Eisenberg

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