Defizit, Badearzt, Brunnensanierungen: Viel Arbeit für den Bad Hersfelder Kurbetrieb

Viele Fragen, kaum Antworten

Bad Hersfeld. Für dieses Jahr ist im Bad Hersfelder Kurbetrieb noch alles geregelt. Der Wirtschaftsplan 2013, der gestern in der Stadtverordnetenversammlung abschließend behandelt wurde, weist zwar einen Verlust von 527 000 Euro auf, doch dieser kann durch einen Griff in die spezielle Rücklage gedeckt werden.

Das funktioniert jetzt allerdings zum letzten Mal – ab 2014 muss ein Fehlbetrag aus dem städtischen Haushalt beglichen werden. Kurdirektor Christian Mayer berichtete dazu vor dem Haupt- und Finanzausschuss, es sei erklärtes Ziel, das Defizit künftig auf den alljährlichen Landeszuschuss von 338 000 Euro zu begrenzen. Wie das gelingen soll, konnte Mayer auf Nachfrage von Hans-Jürgen Schülbe (Unabhängige) jedoch noch nicht sagen.

Auch bei weiteren offenen Fragen musste Mayer eine Antwort vorerst schuldig bleiben: Die Verhandlungen für eine Nachfolge des in den Ruhestand gegangenen Badearztes sind im Gange, eine Entscheidung steht aber noch aus.

Noch unklar ist auch der Umgang mit in absehbarer Zeit erforderlichen Brunnensanierungen: Zum einen betrifft das die Anlage vor der Stadthalle, die bei der Kurpark-Sanierung ausgespart wurde. Und zum anderen ist der Brunnenkopf der Naturquellen, die derzeit ungenutzt ins Wilde Wässerchen abfließen, erneuerungsbedürftig. Ob dieser Brunnen überhaupt weiter unterhalten oder sogar zugeschüttet werden soll, auch das ist eine Frage, mit der man sich demnächst beschäftigen muss.

Positives konnte Mayer dagegen vom neuen Stadtleitsystem berichten, das im Laufe dieses Jahres endlich installiert werden soll. Diese gemeinsam mit dem Stadtmarketingverein entwickelten Wegweiser werden nicht nur touristische Attraktionen und wichtige Einrichtungen anzeigen, sondern auf Wunsch und mit finanzieller Beteiligung der Geschäftsleute auch den Weg zu bestimmten Läden oder Restaurants.

Von Karl Schönholtz

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