Baumfällaktion am Geis-Ufer soll bis Ende des Monats abgeschlossen werden

Viele Bäume bleiben stehen

Mit schwerem Gerät und in luftigen Höhen: Seit Dienstag ist ein Forstbetrieb aus Bebra mit der Baumfällaktion beschäftigt. Laut Klaus Gärtner, Landschaftsplaner der Stadt Bad Hersfeld, soll nur etwa ein Drittel der Bäume am Geis-Ufer gefällt werden. Fotos: Deppe 

Bad Hersfeld. Die ersten Bäume am Geis-Ufer sind gefallen. Am Dienstag begannen Mitarbeiter des Bebraer Forstbetriebes Holstein mit der Fällaktion im Bachbereich zwischen Geistalschule und Linggschule.

Am Mittwoch hatte Klaus Gärtner, Landschaftsplaner der Stadt Bad Hersfeld, sich noch zum Ortstermin mit Anliegern der Straße Am Frauenberg getroffen und mit ihnen gemeinsam die zu fällenden Bäume angezeichnet. Maximal ein Drittel des Baumbestandes solle gefällt werden, sagte Gärtner und bestätigte, dass die Arbeiten bis Ende Februar – und damit bis zu Beginn der Nist- und Brutzeit am 1. März abgeschlossen sein sollen. Höhlenbäume, die bereits jetzt von Vögeln als Nistplatz genutzt werden, wurden entsprechend gekennzeichnet und sollen nur so beschnitten werden, dass für die tierischen Bewohner keine Gefahr besteht.

Spätestens im Herbst sollen dann in einzelnen Bereichen des betroffenen Bachabschnittes Sträucher – unter anderem Haselnuss und Heckenkirsche – gepflanzt werden, um Lücken zu schließen und das Unterholz aufzuwerten. Von der Fällung betroffen sind vor allem Erlen und Weiden, die sich im Verlauf der vergangenen 50 Jahre auf natürlichem Wege dort angesiedelt haben. Viele der Weiden sollen laut Gärtner als Kopfweiden bestehen bleiben. Das bedeutet, dass die Bäume nur in einer Höhe von zwei bis drei Metern abgeschnitten werden. Der stabile Stamm treibt dann neue Triebe aus.

Anwohner und Umweltschützer hatten zuvor Kritik an der Fällaktion geübt. Unter anderem war der Stadt vorgeworfen worden, die Anlieger nicht frühzeitig über das Vorhaben informiert zu haben. Zudem bestünde keine akute Gefahr, da in den letzten 50 Jahren noch kein kompletter Baum in diesem Abschnitt in die Geis gefallen sei, heißt es in einem offenen Brief. Laut einer Pressemitteilung der Stadt ist die Gefahr, „dass bei Starkwind umstürzende, vorgeschädigte Bäume den Hochwasserabfluss der Geis behindern könnten“, aber unstrittig. (lad)

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