Ungewöhnlich viele Beratungsfälle zum Jahresanfang

Viele Azubis wollen den Betrieb wechseln

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Hersfeld-Rotenburg. Immer mehr Auszubildende im Landkreis suchen professionelle Beratung. Sie habe 38 Neuzugänge, sagt Ausbildungsberaterin Sonja Strache, dass sei für die Zeit nach der Probezeit viel. Bei einem Teil der Auszubildenden sei die Kündigung zudem schon erfolgt. Strache arbeitet für das Projekt Qualifizierte berufspädagogische Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb (Quabb).

Bei unseren Nachbarn in der Stadt und im Landkreis Kassel ist im Jahr 2012 die Zahl der Ausbildungsabbrecher gestiegen. Das ist im Landkreis Hersfeld-Rotenburg allerdings nicht der Fall „Die Problematik ist hier so nicht vorhanden“, sagt Jens Hartmann, Teamleiter der Bildungsberatung bei der IHK in Bad Hersfeld.

Die Kreishandwerkerschaft des Kreises berichtet, dass 15 Prozent der Auszubildenden im vergangen Jahr abgebrochen haben. „Das ist keine ungewöhnliche Zahl“, sagt Hauptgeschäftsführer Dirk Bohn. Die Kreishandwerkerschaft betreut um die 600 Auszubildende im Kreis. Auch bei der Ärztekammer in Kassel heißt es, dass kaum einer aufhöre. 60 Auszubildende werden von der Ärztekammer im Kreis betreut, um die sechs würden den Betrieb wechseln, sagt Hermann Kobbe, zuständig für Ausbildungswesen bei der Kammer.

Die meisten Jugendlichen die von Strache im Projekt Quabb beraten und betreut werden, wollen den Betrieb wechseln. Gudrun Lampalzer-Strohmaier, Ausbildungsberaterin der Ärztekammer im Kreis sagt, dass im Fall eines Wechsels zunächst geklärt werden muss, woran es liegt. Kann der Wechsel nicht vermieden werden, muss ein neuer Ausbildungsbetrieb gefunden werden.

Im Landkreis sei auffällig, dass viele jugendliche Ausbildungsabbrecher sich entschlössen, als ungelernte Arbeiter tätig zu sein, sagt Strache. Hintergrund,

Zum Tage, Seite 2

Von Lara Sasse

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