Positive Einschützung der Barrierefreiheit im Kreis

Viel Verständnis für Behinderte

Hersfeld-Rotenburg. In der Bad Hersfelder Innenstadt dreht sich heute alles um Menschen mit Behinderungen. Aber wie behinderten- und altengerecht ist unsere Region, wenn kein Aktionstag ansteht?

Die Betroffenen, die unsere Zeitung befragt hat, äußern sich insgesamt zufrieden. „Es hat sich viel getan“, sagt Margit Höltke, Mitglied der Selbsthilfegruppe des Blinden- und Sehbehindertenbundes Osthessen. Inzwischen sind die meisten Ampeln im Kreis mit akustischen Signalen und Straßenbelag ausgestattet, der mit dem Blindenstock ertastet werden kann. Doch Höltke wünscht sich mehr Einheitlichkeit, da es bisher verschiedene Typen von Ampeln gebe.

Esther Gilles-Bauke, Lehrerin an der Bad Hersfelder Altenpflegeschule, hat die Barrierefreiheit selbst testen lassen. Für ein Unterrichtsprojekt waren ihre Schüler einen Tag im Rollstuhl in der Hersfelder Innenstadt unterwegs. „Die Ergebnisse waren überraschend positiv“, sagt Gilles-Bauke. „Nur das Kopfsteinpflaster und die Stufen gegenüber der City-Galerie waren ein Problem.“

Positiv äußert sich auch Wolfgang Schneider, Geschäftsführer des Vereins „Aktion für behinderte Menschen“ in Rotenburg. „Natürlich kann man immer noch etwas besser machen“, sagt er. „Aber unsere Anliegen treffen heute auf viel Verständnis. Das ist das Wichtigste.“ (str)  nächste Seite

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