64. Bad Hersfelder Festspiele: Pressestimmen zum Familienstück

Viel Lob für Don Quijote

Trauriger Ritter: Viola von der Burg in der Rolle des Don Quijote kam in den regionalen und überregionalen Medien gut an. Foto: Thomas Landsiedel

Bad Hersfeld. Einhelliges Lob erntet die Don-Quijote-Inszenierung von Tobias Bungter und Laura Quarg, die in diesem Jahr in der Stiftsruine als Familienstück der Bad Hersfelder Festspiele gezeigt wurde, in regionalen und überregionalen Medien.

Die letze Aufführung der Saison hat bereits stattgefunden. Allerdings wurde während der Verleihung der Hersfeldpreise eine Wiederaufnahme in der kommenden Spielzeit angekündigt.

Als „erfrischende Vorführung der unterhaltsamen Geschichte des Ritters von der traurigen Gestalt“ wird das Stück in der Kirtik der Deutschen Presseagentur (dpa) bezeichnet, welche unter anderem in der Welt erschienen ist. Für den Rezensenten der Fuldaer Zeitung ist der von Viola von der Burg verkörperte Don Quijote ein „hochaktueller Held, der die Fantasie über die eigene Vernunft stellt“. Die Produktion sei ein Fest für Ohr und Auge. Viola von der Burg wird als Hauptdarstellerin mit markigem Pathos in der Stimme und virtuoser Mimik und Gestik gelobt; Thomas Gimbel in der Rolle des Sancho Pansa als liebenswerter Antiheld.

Der Lauterbacher Anzeiger vergleicht das Hauptdarsteller-Duo mit den „berühmten Komikerduos unserer Zeit wie Pat & Paterchon oder Laurel & Hardy“. Insgesamt sei das Stück wie ein bunter Comicstrip, vollgepackt mit schier wahnwitzigen Ideen. Mit Blick auf den Anspruch des Familientheaters könne es aber insbesondere Kindern schwerfallen, den tieferen Sinn von Ironie und Zitaten zu begreifen.

Nach Meinung der Oberhessischen Presse besticht das Stück durch Humor, Dynamik und ein buntes Kostüm- und Bühnenbild.

Für die Aachener Zeitung überzeugt Viola von der Burg als Don Quijote und ein Thomas Gimbel als treuer, beleibter Begleiter Sancho Pansa.

Für die Neue Wetzlarer Zeitung ist es den Regisseuren „wunderbar gelungen“, die passende Deutung des Originalromans für die heutige Zeit zu finden.

In den Augen der Waldeckschen Landeszeitung wurde der Ritter von der traurigen Gestalt in Bad Hersfeld von allen bisherigen Bindungen befreit und ein „unvergessliches Spektakel für mindestens drei Zuschauergenerationen“ in Szene gesetzt.

Der Rezensent des Kreisanzeigers sieht es als „hervorragend gelungen“ an, die überhitzte Fantasie des Titelhelden in anschauliche Bilder zu packen. Angesichts des farbenfrohen Bühnenbildes scheine es, als wollten die Macher den Zuschauern gar keine Chance geben, „das ganze irgendwie in einen sinnvollen Zusammenhang bringen zu können! Man ist schlicht gezwungen, sich zurückzulehnen und zu genießen“.

Nach Ansicht des Internet-Portals Osthessen-News haben die Beteiligten die Romanvorlage „meisterhaft umgesetzt“. Das Familienstück sei „rührend, witzig, traurig und fantastisch zugleich“. (jce)

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