So viel Nachwuchs wie lange nicht mehr

Hallo, liebe Leserinnen und Leser der Hersfelder Zeitung, über mangelnden Nachwuchs kann man bei uns momentan nicht wirklich klagen. Im Bad Salzunger Klinikum wurden im vergangenen Jahr 620 Babys geboren – das ist die höchste Zahl seit 1991. In diesem Jahr rechnet man in der Geburtsstation mit einer weiteren Steigerung.

Vielerorts werden nun die Plätze in Kindergärten knapp. Was ein großes Problem ist, da es für Kinder ab einem Jahr einen Rechtsanspruch darauf gibt. In der Rhöngemeinde Dermbach wurde jetzt im katholischen Pfarramt übergangsweise eine Außenstelle des Kindergartens eingerichtet. Über einen Neubau wird noch diskutiert, dafür würde aber auf jeden Fall Fördergeld benötigt.

Die Stadt Bad Salzungen hatte schon 2012 auf den höheren Bedarf reagiert und 2013 eine neue Kinderkrippe gebaut und eröffnet. Inzwischen reichen aber auch diese 50 zusätzlichen Plätze bei Weitem nicht mehr aus. Deshalb erwägt der Stadtrat nun, einen weiteren Kindergarten, der mindestens 100 neue Plätze bietet, zu bauen. Das wäre eine gute Entscheidung – zumindest für den Moment.

Ärgerlich wäre allerdings, wenn die Geburtsprognosen für die kommenden Jahre zuträfen. Dann gäbe es nämlich um 2020 einen Geburtenknick im südlichen Wartburgkreis – weil dann die Frauen aus den geburtenschwächsten Jahrgängen 1993/94 Kinder kriegen (laut Statistik bekommt eine Frau im Schnitt ihr erstes Kind im Alter von 27 Jahren). Hinzu kommt, dass die Abwanderung aus der Region bisher nicht gestoppt ist. Noch immer verlassen mehr Leute den Wartburgkreis, als hinzukommen.

Die beliebtesten Namen für Neugeborene am Bad Salzunger Klinikum waren im vergangenen Jahr übrigens Ben, Ella und Mia – sie wurden jeweils sieben Mal vergeben. Und wie in allen Jahren zuvor wurden mehr Jungen als Mädchen geboren.

Auch die Bad Salzunger Kreisbibliothek hat ihre Jahresstatistik 2014 vorgestellt. Am meisten gefragt sind dort Bestseller, Ratgeber zu gesundem Leben und Romane.

Im Bad Salzunger Standesamt hat sich am Valentinstag ein Paar das Ja-Wort gegeben. Sie bezeichnet sich als „hoffnungslose Romantikerin“. Für ihn ist der Valentinstag „nichts als Kommerz“, den er ablehnt und deshalb bisher auch keine Geschenke machte. Da der Hochzeitstag nun auf dieses Datum fällt, soll sich das künftig ändern. „So kann er sich gegen den Kommerz wehren und ich krieg trotzdem was“, erklärte die Braut lachend.

beate.funk@stz-online.de

Kommentare