Bad Hersfelder Mehrgenerationenhaus Dippelmühle auf Kurs – Neuer Konflikt droht

Viel getan und Parkplatznot

Ein Geben und Nehmen für Menschen aller Altersgruppen: Claudia Wehrle informierte Hersfelder Stadtpolitiker über ihre Arbeit im Mehrgenerationenhaus Dippelmühle. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Ungeachtet der anhaltenden politischen Querelen um den Bau des Familienzentrums Dippelmühle in Bad Hersfeld ist die eigentliche Arbeit der Einrichtung eindreiviertel Jahre nach der Eröffnung auf Kurs.

Davon überzeugten sich jetzt die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Kultur und Sport der Stadtverordnetenversammlung an Ort und Stelle. Claudia Wehrle, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, berichtete dabei über die vielfältigen Angebote und Aktivitäten, die alle das Ziel haben, Menschen aller Altersgruppen anzusprechen und einzubinden.

Wehrle kann dabei auf zahlreiche ehrenamtliche Helfer zählen („Ohne sie geht es nicht“) und alle Programmpunkte kostenfrei anbieten (Ausnahme: Material). „Es ist ein Geben und Nehmen“, beschrieb die Leiterin die Philosophie, denn wer heute einen PC-Kurs besucht, kann morgen beim Backen helfen. „Eine ganz tolle Sache“, lobte Ausschussvorsitzender Thomas Klessa (SPD) den Bericht Wehrles.

Allerdings droht der Dippelmühle nach dem Akteneinsichtsausschuss, der sich mit den Vereinbarungen zwischen der Stadt als Mieter und Betreiber sowie dem privaten Investor beschäftigte, nun ein neuer Konflikt: Die miserable Parksituation an der Dippelmühle hat für manche einen Beigeschmack.

Denn während auf dem Gelände der Einrichtung der Parkraum extrem knapp und die Situation in Stoßzeiten mitunter katastrophal ist, wäre auf dem Nachbargrundstück jede Menge Platz. Auch diese Fläche gehört dem Eigentümer der Dippelmühlen-Immobilie. Parkplätze werden dort jedoch nur monatsweise vermietet. Das Areal ist mit einer Schrankenanlage abgesperrt.

„Das macht mich rasend“, echauffierte sich die Stadtverordnete Antje Fey-Spengler (Fraktionsgemeinschaft). Vorsitzender Klessa kündigte daraufhin an, das Gespräch mit dem Eigentümer suchen zu wollen.

Dessen Bereitschaft zu Zugeständnissen dürfe nach dem Akteneinsichtsausschuss allerdings „gegen Null“ gehen, mutmaßte Bernd Wennemuth (SPD).

Von Karl Schönholtz

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