Die SPD schätzt das Industrie-Ambiente des Schilde-Parks für ihren Landesparteitag

Viel Arbeit in der Halle

Der Teppich liegt noch nicht ganz, aber die SPD hat schon gut lachen: Generalsekretär Michael Roth und Parteichef Thorsten Schäfer- Gümbel haben gestern kurz vor Beginn des Landesparteitags die Schilde-Halle inspiziert. Foto: Struthoff

Bad Hersfeld. Bis zur letzten Minute wird in der Schilde-Halle im Dienste der Sozialdemokratie geschuftet. In Windeseile muss die Halle nach der großen Firmenveranstaltung von Höltl (wir berichten) für den Landesparteitag der SPD umgebaut werden. Für Hallenmanagerin Anne Groß war es eine kurze Nacht. „Zwischen zwei und acht Uhr wurde hier alles auf Null gestellt“, sagt sie.

Kurz vor Beginn des Familienfestes wuseln am Freitagnachmittag in der Halle noch die Techniker umher. 600 Stühle für die Delegierten müssen gestellt werden, Kabel verlegt, Scheinwerfer justiert und Teppiche geklebt werden. Derweil finden in den Räumen des benachbarten wortreich Vorbesprechungen statt. „Wir nutzen die tolle Synergie zwischen beiden Veranstaltungsorten“, sagt Anne Groß.

Hessens oberste Sozialdemokraten, Generalsekretär Michael Roth und Parteichef Thorsten Schäfer-Gümbel, sind vor dem Parteitag ganz gelassen. „Im Land herrscht klare Wechselstimmung, und wir wollen die Wahl gewinnen“, sagt TSG, wie ihn die Genossen nennen. „Aber bis dahin sind es noch 106 Tage voller Arbeit.“ Der zweitägige Landesparteitag in Bad Hersfeld ist der letzte vor dem Wahlendspurt. Dabei geht es vor allem um die Listenplätze zur Landtagswahl. „Landeslisten sind immer kleine Kunstwerke“, sagt Michael Roth mit Blick auf die komplizierten Quoten- und Auswahlverfahren seiner Partei. „Wir hoffen auf muntere Diskussionen.“

Die Schilde-Halle hat die SPD dabei mit Bedacht ausgewählt. „Bis 2007 standen hier noch die Werkbänke, jetzt tagt hier die Partei der Arbeitnehmer“, sagt Roth und erinnert daran, dass genau heute vor 150 Jahren das erste Treffen der sozialdemokratischen Arbeitervereine in Hessen stattgefunden hat.

Wie die Faust aufs Auge

Von Bad Hersfeld soll eine klare Botschaft ausgehen: „Unser Wahlprogramm passt wie die Faust aufs Auge zu unserem Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel“, gibt sich Roth kämpferisch. Neue Wege geht die Partei auch mit dem Familienfest, dass zum Auftakt im Innenhof zwischen Schildehalle und Hochschulgebäude stattfindet. Für Stimmung sorgt unter anderem die Bad Hersfelder Band Saxophonics. Aber auch Kindertheater und Kabarett runden das Programm ab.

Für eine „sommerlich leichte“ Küche ist das Catering der Familie Bücking vom Restaurant Konrads verantwortlich. Immer wieder pendelt Frank Bücking mit einem Rollwagen zwischen Küche und Halle. Allein 180 Kilogramm Champignons hat er für das Sommerfest verarbeitet. Aber natürlich gibt es auch ganz bodenständig Currywurst. Mit Ketchup – rot, wie die SPD.

Von Kai A. Struthoff

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