Festakt auf dem ehemaligen Stützpunkt Point Alpha

Veteranen erinnern an letzte Grenzpatrouille

Rasdorf. Mit einem Festakt wurde gestern im US-Lager am Point Alpha bei Rasdorf (Kreis Fulda) der letzten Grenzpatrouille vor 20 Jahren gedacht. Hochrangige Vertreter der US-Streitkräfte holten in einer feierlichen Zeremonie die „Stars and Stripes“ ein und übergaben die Fahne an Wolfgang Hamberger, den Vorsitzenden der Point Alpha Stiftung, die den früheren Überwachungsposten jetzt als Gedenkstätte führt.

In einer bewegenden Feierstunde, an der auch viele US-Veteranen teilnahmen, dankte Hamberger den USA für ihren Einsatz für die Freiheit und versprach: „Unsere amerikanischen Freunde sind an diesem Ort ihres großen Sieges immer willkommen.“

Für die hessische Landesregierung würdigte der stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn die Gedenkstätte als Ort, der die „Vergangenheit dokumentiert und an dem die Zukunft gestaltet werden kann.“ Er plädierte dafür, dass jeder Schüler mindestens einmal in seiner Schulzeit Point Alpha besuchen sollte, um hautnah mit deutscher Geschichte konfrontiert zu werden.

In einer emotionalen Rede bezeichnete Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht Point Alpha als „Lernort deutscher Geschichte“ und sprach vom Glück, als Ministerpräsidentin eines früher zum Warschauer Pakt gehörenden Landes heute Dank sagen zu können. Mit Blick auf den internationalen Terrorismus und aktuelle Konflikte mahnte sie, dass „Freiheit täglich neu erarbeitet und verteidigt werden muss“. Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Christian Schmidt lobte die Gedenkstätte als „Alpha“ in Bezug auf die hier mögliche Qualität des Lernens für jüngere Generationen.

Der Gesandte der US-Botschaft, Greg Delawie, brachte die Gefühle der Anwesenden auf den Punkt, als er feststellte: „Point Alpha ist nicht so wichtig für das, was hier geschah, sondern für das, was verhindert wurde: Der Ausbruch eines atomaren 3. Weltkrieges.“

Zum Tage, Seite 7

Von Kai A. Struthoff

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